Die tägliche Präventions-News

16.04.2014: "Weltweit 50% weniger Gewalt bis 2050": International renommierter Kriminologe Eisner beim Deutschen Präventionstag

In der Eröffnungsveranstaltung des 19. Deutschen Präventionstages wird der renommierte Direktor des Violence Research Centre an der Universität Cambridge Prof. Dr. Manual Eisner einen Vortrag zum Thema "Weltweit 50% weniger Gewalt bis 2050 — Ansätze zu einer globalen Strategie" halten: "In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zuversicht gewachsen, dass sich individuelle Gewalt in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen mit den geeigneten Mitteln wirksam reduzieren lässt. Ausserdem gibt es zunehmend Bemühungen, Strategien international zu koordinieren und die globale Wissensbasis, um wirksame Gewaltreduktion zu verbreitern. Allerdings sind erhebliche weitere Anstrengungen notwendig, um auf der Ebene ganzer Bevölkerungen die angestrebten Wirkungen zu erzielen.

Der Vortrag diskutiert die Frage, welche Strategien notwendig sind, um in den kommenden 30 Jahren weltweit das Niveau von Gewalt um die Hälfte zu reduzieren. Er wird zunächst aufzeigen, dass ein solches Ziel realistisch ist und wird dann untersuchen, in welcher Weise das Wissen aus Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Soziologie, Präventionswissenschaft und Kriminologie dazu beitragen kann, eine globale Strategie zur Gewaltprävention, welche auf verschiedenen Ebenen ansetzt, zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk wird der Frage gelten, wie Bemühungen um Gewaltreduktion in Ländern mit besonders hohen aktuellen Gewaltraten gestaltet werden können."

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15.04.2014: Themenjahr 2014 der Antidiskriminierungsstelle: „Gleiche Chancen. Immer“

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat das Jahr 2014 zum Themenjahr gegen Rassismus erklärt und unter das Motto „Gleiche Chancen. Immer“ gestellt. In einer Pressemitteilung heißt es u.a.: "Rassismus hat viele Facetten und geht über die organisierte rechtsextreme Szene weit hinaus. Deshalb bedarf es neben einer kontinuierlichen Förderung von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Projekten gegen Rassismus nun auch der konsequenten Umsetzung der Beschlüsse aus dem Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses."

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14.04.2014: Noch keine Trendwende beim Rauschtrinken von Jugendlichen

Die Studie „Der Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsener in Deutschland 2012“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurde am 07.04.2014 veröffentlicht und zeigt, dass sich etwa 17 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mindestens einmal im Monat in einen Rausch trinken. Bei den 18- bis 25-Jährigen sind es sogar 44 Prozent. Damit ist beim Rauschtrinken im Vergleich zur Erhebung in 2010 (18 Prozent/ 42 Prozent) keine Trendwende sichtbar. Positiv ist festzustellen, dass immer mehr 12- bis 17-Jährige vollständig auf Alkohol verzichten. 30 Prozent geben an, noch nie in ihrem Leben Alkohol getrunken zu haben. Vor zehn Jahren waren es lediglich 13 Prozent.

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13.04.2014: UN-Studie über Mord und Totschlag in der Welt

Das UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) hat am 10.04.2014 die "Global Study on Homicide 2013" veröffentlicht. Danach haben im Jahr 2012 weltweit nahezu eine halbe Million Menschen (437.000) durch vorsätzliche Tötung ihr Leben verloren. Rund 80 Prozent der Opfer von Tötungsdelikten und 95 Prozent der Täter sind Männer. Fast 15 Prozent aller Tötungsdelikte resultieren aus häuslicher Gewalt (63.600) und fast 70 Prozent der Opfer sind in diesem Deliktsbereich Frauen (43.600).

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12.04.2014: Internationaler Tag für Straßenkinder

Das Konsortium für Straßenkinder (CSC - Consortium for Street Children) hat 2011den Internationalen Tag für Straßenkinder ins Leben gerufen um Millionen von Straßenkindern auf der ganzen Welt eine Stimme zu geben und um weltweit zu mehr gezielten Hilfeprojekten aufzurufen.

Weitere Materialien und Hintergrundinformationen zum Themenkomplex Straßenkinder finden sich u.a. auf folgenden Webseiten:

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11.04.2014: EuGH-Entscheidung zu EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung

Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) hat mit seinem Urteil (Volltext) vom 08.04.2014 für Recht erkannt: "Die Richtlinie 2006/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über die Vorratsspeicherung von Daten, die bei der Bereitstellung öffentlich zugänglicher elektronischer Kommunikationsdienste oder öffentlicher Kommunikationsnetze erzeugt oder verarbeitet werden, und zur Änderung der Richtlinie 2002/58 EG  ist ungültig."

 

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10.04.2014: "Big Data": International renommierter Experte Professor Mayer-Schönberger beim 19. Deutschen Präventionstag

Schlussredner des 19. DPT ist der international renommierte Forscher und Autor Prof. Dr. Viktor Mayer-Schönberger zum Thema "Big Data – Chancen und Risiken in der Prävention": 

"Big Data" verspricht uns nicht nur neue Einsichten in die Wirklichkeit, sondern auch bessere Vorhersagen. Was aber ist das Besondere an "Big Data", gerade im Hinblick auf die Prävention, wo liegen die Stärken und wo liegen die Grenzen? Welche gesellschaftliche, aber auch rechtliche Rahmenbedingungen benötigen wir für den sinnvollen und nachhaltigen Einsatz? In welcher Welt von ?Big Data? werden wir uns wiederfinden, und was bedeutet das für die Prävention? Auf diese und ähnliche Fragen gibt dieser Vortrag Antworten, illustriert mit konkreten praktischen Beispielen. 

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09.04.2014: Amnesty International-Bericht "Todesstrafe - Zahlen und Fakten 2013"

Amnesty International hat am 27.03.2014 den Bericht "Todesstrafe - Zahlen und Fakten 2013" veröffentlicht. Amnesty sieht danach neben zahlreichen Problemländern auch Fortschritte in allen Regionen der Welt: In den USA schaffte Maryland als 18. Bundesstaat die Todesstrafe ab. Aus ganz Europa und Zentralasien wurden erstmals seit 2009 keine Hinrichtungen gemeldet. Viele Länder, die noch 2012 Gefangene hingerichtet hatten, vollstreckten 2013 keine Todesurteile, darunter Gambia, die Vereinigten Arabischen Emirate und Pakistan. In Bahrain, Benin, Jamaika und Tschad ergingen keine Todesurteile. Benin, die Komoren, Ghana, Liberia und Sierra Leone brachten Gesetzes- bzw. Verfassungsänderungen auf den Weg, die die Abschaffung der Todesstrafe ermöglichen sollen.

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07.04.2014: Aus Politik und Zeitgeschichte: Rassismus und Diskriminierung

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat am 24.03.2014 ihr aktuelles Heft der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte" mit dem Themenschwerpunkt "Rassismus und Diskriminierung" veröffentlicht.

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06.04.2014: Aktueller Begriff: Internet Governance

Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages haben am 27.03.2014 eine Kurzinformation zum Stichwort „Internet Governance“ veröffentlicht und auf die Arbeit u.a. folgender zentraler Organisationen hingewiesen:

  • Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN)
  • International Telecommunication Union (ITU)
  • Internet Governance Forum (IGF)
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05.04.2014: Globalisierungsreport 2014: Industrienationen profitieren von der Globalisierung weitaus stärker als Schwellen- und Entwicklungsländer

Am 24.03.2014 hat die Bertelsmann Stiftung den Globalisierungsreport 2014 veröffentlicht. Die Globalisierung hat demnach während der vergangenen zwei Jahrzehnte vor allem den Wohlstand in den Industrienationen vermehrt. Schwellen- und Entwicklungsländer hingegen profitierten vergleichsweise wenig. 

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04.04.2014: Weltklimabericht 2014: Risiken auch für Kriege und Hungersnöte

Am 31.04.2014 hat der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) in Yokohama (Japan) den zweiten Teil des Weltklimareportes 2014 veröffentlicht und hat die Folgewirkungen des Klimawandels, u.a. mit Zunahmen von Dürreperioden, Überschwemmungen und Wirbelstürmen, erstmals auch regional ausgewertet. (Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger). Der dritte und letzte Teil des aktuellen Klimareports wird am 13.04.2014 in Berlin vorgestellt und wird u.a. mögliche Strategien zur Eindämmung der Erderwärmung aufzeigen, 

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03.04.2014: Bonner Erklärung zur inklusiven Bildung in Deutschland

Am 20.03.2014 wurde zum Abschluss eines bundesweiten Gipfels "Inklusion – Die Zukunft der Bildung" die Bonner Erklärung zur inklusiven Bildung in Deutschland verabschiedet. Darin wird insbesondere gefordert, den Vorurteilen gegenüber inklusiver Bildung durch Aufklärung zu begegnen. Nur dann könnten alle Menschen unabhängig von Herkunft, Behinderung, Geschlecht und Lernbedürfnissen umfassend gefördert werden.

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