Bleib Cool am Pool – das sozial-integrative, gewaltpräventive Konfliktlotsenprogramm in den Berliner Bädern

Arne Freudenberg
GSJ - Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH
Hartmuth Kurzhals
GSJ - Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH

Das gewaltpräventive Konfliktlotsenprogramm "Bleib Cool am Pool" wurde 2011 aufgrund eskalierender Gewaltvorfälle in Berliner Sommerbädern von der GSJ - Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH in Kooperation mit der Polizei Berlin und den Berliner Bäderbetrieben entwickelt.

Die vordringliche Aufgabe der vielseitig geschulten Konfliktlotsen besteht darin, sich anbahnende Konflikte frühzeitig zu erkennen und diese im Vorfeld gewalttätiger Auseinandersetzungen zu deeskalieren.

Die Konfliktlotsen, die keine hoheitlichen Befugnisse haben, patrouillieren in den Bädern in gemischten Zweier- oder Dreier-Teams. Sie entstammen unterschiedlichen Ethnien und Religionen, sind unterschiedlichen Alters und Geschlechts. Sie fungieren als Ansprechpartner, Ratgeber bzw. Ersthelfer und tragen durch ihre Präsenz und Hilfsbereitschaft zu einem entspannten Klima in den Bädern bei.

Das Projekt Bleib Cool am Pool basiert auf dem Peer-Gruppen-Ansatz, der in der Lebensweltnähe der Konfliktlotsen begründet ist.

Das sozial-integrative, gewaltpräventive Konfliktlotsenprojekt Bleib Cool am Pool wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit:
- Präventionspreis der Volker-Reitz-Stiftung zu Berlin, 2013
- Präventionspreis der Landeskommission Gegen Gewalt Berlin, 2014
- Evaluation durch die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention Camino GmbH, 2015

verwandte Schlüsselbegriffe

Gewaltprävention Peer-Group-Ansatz