Mehr Kooperation wagen - damit sich Prävention besser rechnet

Wolfgang Kahl
Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK)

Der Erfolg präventiver Arbeit ist zumeist von der Zusammenarbeit in Teams sowie zwischen unterschiedlichen Arbeitseinheiten und Handlungsfeldern abhängig. Kooperation ist eine Leitidee im Zeitalter rasant zunehmender technischer und sozialer Vernetzung. Die Notwendigkeit kooperativen Handelns ist allerorts offenkundig und wird bei nahezu jeder Gelegenheit hervorgehoben. Es zeigen sich jedoch erhebliche Schwierigkeiten, gelingende Kooperation zu verwirklichen. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt häufig eine Kluft, die gerne übersehen oder verschwiegen wird. Unmittelbare Kommunikationsdefizite sind in grundsätzliche kulturelle Gegebenheiten eingebettet, die gemeinsames Handeln erschweren und verhindern können.

Der Vortrag erläutert im ersten Teil die Beispiele gegenwärtigen Kooperationsversagens auf den unterschiedlichen Handlungsebenen der Prävention und erörtert anschließend die systemischen Ursachen der (Kooperations-)Krise.

Im zweiten Teil werden strategische Überlegungen zu einem kulturellen Umdenken begründet und auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft. Schließlich werden konkrete (beispielhafte) Empfehlungen für die gelingende Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Partnern gegeben.

Der Beitrag soll Mut zu mehr Kooperation machen, um bessere Ergebnisse erzielen zu können, sich dabei wohler zu fühlen und damit den Ressourceneinsatz effizienter zu gestalten.

verwandte Schlüsselbegriffe

Gewaltprävention Partner Kooperation Vernetzung Zusammenarbeit DFK