Formen polizeilicher Kriminalprävention aus Sicht der Praxisforschung

Christiane Howe
Universität Leipzig

Das dreijährig laufende ethnografische Forschungsprojekt CODISP (Concepts for the Development of Intelligence, Security and Prevention) fragt nach der Generierung und Zirkulation von Wissen im Zuge der präventiven polizeilichen Arbeit: Wie arbeiten mit Prävention befasste Polizeibeamt_innen? Wie erschließen sie externe und interne (Sozial)Räume, kontaktieren relevante Personen, pflegen Beziehungen und fertigen Berichte an? Wie verändert ihre Arbeit (interne) Strukturen und das polizeiliche Arbeiten insgesamt? Analysiert wird darin das Zusammenspiel von polizeilicher Wissensarbeit, ihre Methoden, Formen und Zirkulationen.

Diese Praxisforschung stellt die alltägliche Arbeit mit ihren Komplikationen ins Zentrum und eröffnet dadurch Räume für Reflexion, Austausch, Kritik und Lernen. Sie kann, im engen Austausch mit den Beforschten, die Professionalisierung, Qualifizierung und Integration von polizeilicher Prävention befördern.

Im Projektspot werden die bisherigen Erfahrungen von beiden Seiten, der Wissenschaft und Praxis, die mit der teilnehmenden Beobachtung und Begleitung der Polizeibeamt_innen über ein halbes Jahr entstanden sind, exemplarisch beschrieben sowie ein kurzer Überblick und aktueller Zwischenstand der Arbeit skizziert und zur Diskussion gestellt.
Das Projekt wird vom BMBF im Rahmen der "Zivilen Sicherheit" gefördert.

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Wissenstransfer