Wie blicken junge Menschen auf die Häuser des Jugendrechts?
Bernd Holthusen
Deutsches Jugendinstitut
Häuser des Jugendrechts (HdJR) haben Konjunktur: In vielen Kommunen wurden HdJR initiiert und umgesetzt. Mittlerweile ist eine konzeptionelle Vielfalt zu beobachten, bis hin zu virtuellen HdJR ohne eigene Liegenschaft. Begleitet wurde die Entwicklung der HdJR von teils auch kritischen Fachdebatten über diese besondere Form der Kooperation zwischen Jugendhilfe, Polizei und Justiz. Ein bedeutsamer Aspekt, der bislang jedoch in den Fachdebatten und den Evaluationsstudien allenfalls randständig thematisiert wurde, ist die Sichtweise der jungen Menschen selbst. Da aber die Perspektive und die Beteiligung der betroffenen jungen Menschen von hoher Bedeutung für ein erfolgreiches Jugendstrafverfahren ist, ist dies auch sehr relevant für die unterschiedlichen HdJR. Im Vortrag werden Fragestellungen für die adressatengerechte Planung und Ausgestaltung von HdJR entwickelt, Vor- und Nachteile der HdJR herausgearbeitet und zur Diskussion gestellt: Wie nehmen Fachkräfte die Perspektive der Jugendlichen wahr? Ist die Eingangssituation des Gebäudes ein Thema für die jungen Menschen? Können die Jugendlichen die verschiedenen Akteure unterscheiden? Verändert sich ihre Perspektive mit der Zeit? Welche Unterschiede gibt es bei den unterschiedlichen Gruppen junger Menschen in der Wahrnehmung des Hauses? Wie wird den Jugendlichen die Funktionsweise der Häuser erläutert?
| DPT Holthusen HdJ Adressatenperspektive (Deutsch, PDF) |
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