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Transphobe Hasskriminalität in Deutschland

Dr. phil. Kristin Weber
Zentrum für Kriminologische Forschung Sachsen e.V.

Hasskriminalität gegen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen nimmt zu und wird in der deutschen Gesellschaft zunehmend als drängendes Problem anerkannt. Opfer werden auf Grundlage ihrer Identität oder einer tatsächlichen oder vermeintlichen Eigenschaft ausgewählt, wie etwa Migrationshintergrund, sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität (trans* / nicht-binär). Hasskriminalität gilt nicht nur wegen ihrer zunehmenden Häufigkeit als bedeutsames Thema, sondern auch aufgrund ihrer tiefgreifenden und nachhaltigen Folgen, u.a. Traumatisierung, verstärkte Kriminalitätsfurcht, wiederholte Viktimisierung oder sozialer Rückzug. Darüber hinaus zeigen Studien, dass Opfer von Hasskriminalität deutlich seltener Anzeige bei der Polizei erstatten als Opfer anderer Straftaten. Zudem weisen sie geringeres Vertrauen in Polizei und Justiz auf als Personen ohne Viktimisierungserfahrung. In der geplanten Präsentation konzentriere ich mich, insbesondere auf transphobe Einstellungen, Einstellungen gegenüber transphober Hasskriminalität sowie deren Zusammenhang mit allgemeinen Einstellungen gegenüber Hasskriminalität. Grundlage ist eine längsschnittliche & querschnittliche Studie. Ziel dieses Fokus ist es, ein vertieftes Verständnis der komplexen Dynamiken transphober Hasskriminalität sowie der allgemeinen Wahrnehmungen von Hasskriminalität in der deutschen Bevölkerung zu fördern.

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