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Situationstypen drogenunterstützter Gewaltdelikte

Prof. Dr. Claudia Peter
Frankfurt University of Applied Sciences
Prof. Dr. Bernd Werse
Frankfurt University of Applied Sciences

Journalistische Recherchen, anekdotische Evidenz und explorative Erhebungen geben Hinweise darauf, dass die unfreiwillige Verabreichung von Drogen ein zunehmendes Problem sein könnte. Prominente Fälle wie Pelicot in Frankreich haben ein bislang unbekanntes Dunkelfeld aufgehellt. Neben solchen Fällen systematischer „chemischer Unterwerfung“ stehen Einzelberichte von Betroffenen, die glauben, bei Veranstaltungen oder im privaten Umfeld unfreiwillig Drogen verabreicht bekommen zu haben.
Im Laufe eines Jahres wurden alle verfügbaren Berichte gesammelt. Ziel war es, verschiedene Typen von Spiking-Situationen zu entwickeln und über Situationsfaktoren genauer zu beschreiben.
Bisher wurden 8 Situationstypen identifiziert. Diese unterscheiden sich bezüglich der Straftatbestände und der angewendeten klandestinen Täterstrategien. Einige Situationstypen sind auf die Kopräsenz von Täter und Opfer begrenzt, bei anderen kommt die Kopräsenz weiterer Beteiligter hinzu.
Die Situationstypen zeigen, dass Spiking sich in sehr verschiedenen Deliktsituationen realisiert. Spiking kann mit weiteren kriminellen Taten verschränkt sein, muss es aber nicht. Für die Prävention ist zentral zu wissen, dass Spiking immer gefährliche Körperverletzung ist, dass Spiking ein breites Symptomspektrum umfasst und dass Dritte eine bedeutsame Rolle bei der Identifizierung der Situation spielen.

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