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Kommunale Ordnungsdienste zwischen Prävention und Repression

Ina Hennen
Stadt Essen

Immer mehr deutsche Städte setzen kommunale Ordnungsdienste (KOD) ein, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Trotz ihrer wachsenden Bedeutung ist bislang wenig darüber bekannt, wie die Mitarbeitenden der KOD ihre Rolle im Spannungsfeld zwischen Polizei, Verwaltung, sozialer Arbeit und Bürgerschaft gestalten.

Der Vortrag präsentiert Ergebnisse einer qualitativ-ethnografischen Untersuchung und analysiert, mit welchen Herausforderungen die Außendienstkräfte als „Street-Level Bureaucrats“ im Arbeitsalltag konfrontiert sind, wenn sie ein berufliches Selbstverständnis zwischen Prävention und Repression entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Diskrepanzen zwischen Selbstbild und Fremderwartung sowie die kollektiven Strategien, mit denen die Mitarbeitenden die daraus resultierenden Unsicherheiten bewältigen.

Die Analyse identifiziert zwei idealtypische Selbstverständnisse, die die grundlegende Ambivalenz der KOD zwischen Bürgernähe und Durchsetzungskraft sichtbar machen. Der Beitrag schärft das Verständnis für die Handlungslogiken der Außendienstkräfte sowie die Rolle der KOD in der lokalen Sicherheitsproduktion. Zudem bietet er praxisnahe Impulse zum Umgang mit organisationalen Bewältigungsstrategien.

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