KI im Kulturgüterschutz
Prof. Martin Steinebach
Fraunhofer SIT
Das Monitoring von Online-Plattformen wie eBay hinsichtlich des Angebots gestohlener Kunstgegenstände kann als präventive Maßnahme verstanden werden, da es darauf abzielt, Straftaten bereits im Vorfeld zu verhindern oder deren Auswirkungen zu begrenzen. Ziel der Prävention ist es, durch frühzeitiges Erkennen und Eingreifen potenziell rechtswidriger Handlungen das Entstehen oder die Fortsetzung krimineller Aktivitäten zu unterbinden. Durch die systematische Überwachung von Verkaufsangeboten können gestohlene Kunstwerke identifiziert und der illegale Handel unterbunden werden, bevor ein Verkauf tatsächlich stattfindet. Wir stellen hierzu Ergebnisse des EU Projektes ANCHISE vor, welches den Kulturgüterschutz adressiert. Dabei wurde unter anderem ein Werkzeug zum Monitoring erstellt, welches automatisiert Objekte auffinden und wiedererkennen kann, die vorher im Museum katalogisiert und dann gestohlen wurden. Es werden aus den Bildern gewonnenen Feature-Vektoren in einer Ähnlichkeitssuche miteinander verglichen, um Objekte mit hoher visueller Übereinstimmung zu identifizieren. Zur Absicherung der Ergebnisse wird ein Convolutional Neural Network (CNN) eingesetzt, das mithilfe von Transfer Learning auf archäologische Objekte spezialisiert wurde. Es extrahiert visuelle Merkmale, um selbst feine Unterschiede zwischen ähnlichen Objekten zu erkennen.
| KI und Kulturgüterschutz (Deutsch, PDF) |
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