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Wie können Gefangene lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen?

Katharina Scholz
Projekt Alternativen zur Gewalt e.V.
Elke Stratmann
Projekt Alternativen zur Gewalt e.V.

Es ist nicht möglich, ein Leben ohne Konflikte zu führen und sie verschwinden nicht, wenn wir sie ignorieren. Wir gehen in die JVAs und unterstützen Gefangene, ihre Fähigkeit, Konflikte zu lösen, weiterzuentwickeln. Wir suchen gemeinsam nach den Ursachen von Konflikten und reflektieren bisherige Lösungsansätze. Die Gefangenen, die wir treffen, wollen lernen, wie sie während und nach der Haft, Konflikte gewaltfrei lösen können.
Im „Projekt Alternativen zur Gewalt“ arbeiten wir mit der Stärkung von Selbstvertrauen, Wertschätzender Kommunikation, gegenseitigem Respekt und Förderung der Gemeinschaft untereinander. Die Methoden, die wir einsetzen, fördern persönliche und soziale Kompetenzen. Der Ansatz beruht darauf, dass jeder Mensch in der Lage ist, Konflikte gewaltfrei zu lösen, dieser Weg jedoch ein individueller ist und positive Erfahrungen voraussetzt. Wir geben diesen Weg nicht vor, wir lernen mit den Gefangenen gemeinsam, neue Wege zu gehen.
Wir arbeiten ehrenamtlich und vertraulich. Das Konzept wird international in vielen Ländern seit 50 Jahren angewandt (Alternatives to Violent Project) und wird seit 30 Jahren in Deutschland eingesetzt. Die Workshops finden an Wochenenden in Gruppen mit etwa 12 Personen statt und bauen aufeinander auf. Nach drei Workshops können die Gefangene an einem Training teilnehmen und anschließend selbst Teil des Teams werden und Übungen anleiten.

Zitation

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