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A(m) I Real? Deepfake Danger: Wenn Bilder lügen

Miriam Wecke
Innocence in Danger e.V.

Stellen Sie sich vor: Eine Schülerin öffnet morgens ihr Handy und erhält eine Nachricht, jemand habe ein „Nacktbild“ von ihr. Das Problem: Dieses Foto ist nie entstanden. Mithilfe sogenannter „nudify apps“ wurde ihr Gesicht synthetisch auf einen fremden Körper montiert. Immer häufiger werden Kinder und Jugendliche mit solchen künstlich erzeugten Nacktdarstellungen konfrontiert. Für Täter:innen genügt bereits ein öffentliches Profilbild, um täuschend echte Deepfakes zu erstellen.

Was folgt, ist häufig Erpressung bzw. Sextortion: Drohungen der Verbreitung, Geldforderungen oder Forderungen nach „echten“ Bildern. Viele Betroffene fühlen sich schuldig, obwohl sie keinerlei Inhalte erstellt haben. Die Folgen sind gravierend und stehen den Auswirkungen „realer“ Missbrauchsdarstellungen in nichts nach: Kontrollverlust, Scham, Angst und sozialer Rückzug sind häufige Reaktionen.

Zugleich bewegen sich Täter:innen in rechtlichen Graubereichen, was Strafverfolgung und Schutzmaßnahmen erschwert.

Umso wichtiger ist Empowerment: Kinder und Jugendliche benötigen Aufklärung sowie digitale Selbstverteidigungsstrategien. Wie erkenne ich manipulierte Bilder? Wie schütze ich visuelle Darstellungen vor Missbrauch? Welche Anlaufstellen helfen im Ernstfall?

Kurz: Wie können wir die digitale Integrität junger Menschen schützen, wenn Bilder lügen?

Zitation

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