In Würde alt werden – Suizidprävention in der Seniorenhilfe
Irmtraud Rittinghaus
Neukirchener Erziehungsverein
Das Konzept „In Würde alt werden“ verknüpft diakonische Seelsorge mit präventiver Arbeit im Kontext von Suizidprävention und Sterbebegleitung im Arbeitsfeld der Seniorenhilfe. Ziel ist es, Lebenssinn, Selbstbestimmung und spirituelle Begleitung als zentrale Säulen der christlich-diakonischen Kultur zu stärken. Die neu geschaffene Diakonenstelle im Verbund der Seniorenhilfe ermöglicht eine engere Vernetzung zwischen Bewohner*innen, Pflegekräften, Angehörigen und kirchlichen sowie hospizlichen Akteuren. Für Mitarbeitende werden Beratungsangebote, ethische Fallbesprechungen und begleitende Gesprächsräume etabliert, um seelische Belastungen und Trauer zu verarbeiten. In der Ausbildung der Pflegekräfte werden Themen wie Sterbeprozess, Kommunikation und spirituelle Haltungen integriert. Für Bewohner*innen entstehen Einzelkontakte, biografische Gespräche und programmorientierte Gruppen, die Sinnfindung und Lebensfreude fördern. Das Konzept vereint praktische Erfahrung mit konkreten Materialien und Ritualen der Sterbe- und Trauerbegleitung. Dabei werden auch aktuelle Entwicklungen wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und das Einbeziehen von unterschiedlichen Fachkräften thematisiert. So entsteht ein Modell gelebter diakonischer Praxis, das Prävention, Spiritualität und Lebensbegleitung im Alter in neuer Weise verbindet.
| Poster - In Würde alt werden (Deutsch, PDF) |
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