Rationale Kriminalpolitik durch Dunkelfeldstudien

Christoph Birkel
Bundeskriminalamt
Daniel Church
Bundeskriminalamt

Für wirksame Kriminalprävention sind regelmäßige Dunkelfeldstudien von immenser Bedeutung. Durch die Möglichkeit, das Kriminalitätsaufkommen unabhängig von Anzeigebereitschaft und polizeilichen Erfassungsnormen zu beurteilen, lassen sich Entwicklungen im Kriminalitätsgeschehen verlässlich identifizieren. Kriminalpolitische Entscheidungen und Schwerpunktsetzungen im Bereich der Prävention können dadurch zielgerichtet und rational auf der Grundlage empirischer Evidenz getroffen werden.
Das Potential repräsentativer Dunkelfeldstudien liegt dabei v. a. in der Breite des erfassbaren Themenspektrums. Neben dem Kriminalitätsgeschehen sind z. B. auch das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung oder deren Vertrauen in die Polizei von großer gesellschaftlicher Relevanz. Dunkelfeldstudien helfen Ursachen kriminalitätsbezogener Veränderungen im Kontext aktueller Bevölkerungsentwicklungen und im Rahmen regionaler Prozesse zu verstehen. Mit der Bevölkerungsbefragung „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland - SKiD“ wurde eine Dunkelfeldstudie etabliert, die den Bundesländern ein hochwertiges Erhebungsinstrument, Planungssicherheit und die organisatorische Infrastruktur bereitstellt. Der Vortrag zielt darauf ab, das Potential von SKiD anhand anschaulicher Beispiele zu verdeutlichen und Wege aufzuzeigen, wie die Bundesländer von einer Beteiligung an der Studie bestmöglich profitieren können.

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