Zwischen Komplimenten und Belästigung. Eine Untersuchung des
Marleen Gralla
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW)
Fanny Lehmann
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW)
Jacqueline Litt
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW)
Täglich werden Menschen auf der Straße verbal belästigt. Catcalling ist eine dieser Formen, die als verbale sexualisierte Gewaltform im öffentlichen Raum stattfindet. In Deutschland ist Catcalling noch immer nicht strafbar, obwohl Forschungsbefunde eindeutig belegen, wie stark Betroffene im öffentlichen Raum eingeschränkt und in ihrem Sicherheitsempfinden empfindlich beeinflusst werden. Das Forschungsprojekt widmet sich diesem Phänomen und setzt einen besonderen Fokus auf betroffene FLINTA*-Personen ab 18 Jahren. In Kooperation mit „Catcalls of Hannover“, einem der deutschen Ableger der Chalk-back-Bewegung, wurde eine quantitative Online-Befragung für den Raum Hannover durchgeführt. Das Projekt nähert sich dem Phänomen über fünf Schwerpunkte und fragt nach Häufigkeit sowie Art der Catcalling-Erfahrungen, den situativen Begleitumständen, zeitlichen und räumlichen Aspekten und schließlich nach den Folgen und Auswirkungen der Erfahrungen auf das persönliche als auch allgemeine Sicherheitsgefühl und konkreten Verhaltensänderungen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, potenzielle Risikofaktoren zu identifizieren und Impulse für Maßnahmen zu setzen, diesen einerseits entgegenzuwirken und andererseits den Sicherheitsbedarfen von FLINTA*-Personen in städtischen Umgebungen gerecht zu werden.
