Child-to-Parent Violence

Fliedner Fachhochschule gemeinnützige GmbH - University of Applied Sciences

„Child-to-Parent Violence“ (CPV) beschreibt das in Deutschland noch wenig beleuchtete Phänomen, wenn Kinder und Jugendliche gegenüber ihren Eltern gewalttätig werden. Dabei wird grundlegend unterschieden in verbale, psychische, physische und finanzielle CPV.

CPV ist ein hochkomplexes Phänomen, welches transgenerational aufzutreten scheint. Neben der Erschließung des Phänomens in seiner Definition, Häufigkeit, Ausprägung sowie auch möglichen Risikofaktoren, stellt insbesondere auch das Herausarbeiten von Schutzfaktoren einen zentralen Aspekt dar. Daraus ableitend können sich wichtige Aspekte für die Erarbeitung von Präventionsstrategien und Beratungskontexten ergeben.

Primäre mögliche Schutzfaktoren sind noch nicht statistisch valide zu benennen. Eine Reihe von Studien weisen u.a. dennoch darauf hin, dass eine gute Beziehung mit wahrgenommener elterlichen Wärme zwischen Kindern und ihren Eltern die Entwicklung von CPV verringern kann. Eine positive Interaktion zwischen Eltern und Kind sowie das Wahrnehmen und Spiegeln von Gefühlen und Reaktionen sind dahingehend weitere entscheidende Faktoren. Eine offene Kommunikation kann zudem Stress lindern und somit als sekundärer Schutzfaktor gelten.

Um entsprechend präventive Strategien weiter entwickeln zu können, gilt es die Dynamiken von CPV zu verstehen.