Internationale Whitehat-Konferenz 2025: Neueste Ergebnisse
PHD, Professor Kyung Shick Choi
Transatlantischer Dialog
Petra Guder
Universität Hamburg
Prof. Dr. Bernd-Rüdeger Sonnen
Transatlantischer Dialog
Adjunct Professor Marlon Mike Toro Alvarez
Transatlantischer Dialog
Gegenwärtige Kriminalstatistiken weisen auf einen generellen Rückgang der Kinder- und Jugenddelinquenz hin. Tatsächlich haben sich aber die traditionellen Räume für Straftaten ins Internet verlagert, weitreichend ohne Sanktionen. Die Akzeptanz gesellschaftlicher Grundregeln und Normen ist dadurch infrage gestellt, ein Unrechtsbewusstsein für die Strafbarkeit von Handlungen kann so nicht mehr wachsen, der gesellschaftliche Generalkonsens wird infrage gestellt und damit auch der gesellschaftliche Frieden – anything goes. Dies stellt auch die Wirksamkeit bisheriger erzieherischer und strafrechtlicher Reaktionen auf abweichendes Verhalten infrage, einschließlich restorativer Formen, wie z.B. den trad. Täter-Opfer-Ausgleich: In der Anonymität des Netzes werden keine tatsächlichen Täter- und Opferbeziehungen hergestellt. Dies stellt völlig neue Anforderungen an die Wirksamkeit von Interventionen und erfordert umfangreiches Wissen im Umgang mit strafrechtlichem Verhalten für alle Beteiligten: Jugendhilfe, Schule, Eltern, sonstige Institutionen. Die Situation stellt auch neue Anforderungen an die Strafverfolgung und an die Erfassung von abweichendem Verhalten einschließlich neuer Erkenntnismöglichkeiten. Dies sind die zentralen Themen der Internationalen Whitehat-Konferenz 2025, die kurz vor dem Präventionstag stattfindet. Die Referenten werden die Ergebnisse vorstellen.
