Ehemalige Kämpfer:innen in der Deradikalisierungsarbeit

Christina Foerch
Fighters for Peace

Ehemalige Kämpfer:innen können aktiv an der Unterstützung von Distanzierungs- und Deradikalisierungsprozessen beteiligt sein, insbesondere bei IS-Rückkehrer:innen aus Syrien und dem Irak. Voraussichtlich werden einige IS-Rückkehrer:innen nicht verurteilt werden, insbesondere Minderjährige. Es ist jedoch wichtig, Deradikalisierungs- und Distanzierungsprozesse bei dieser Zielgruppe zu unterstützen. Die Rückkehrer:innen misstrauen ggf. Vertretern staatlicher Institutionen. Als Folge kann Fachpersonal Schwierigkeiten haben, eine Vertrauensbasis zu den IS-Rückkehrer:innen aufzubauen.

Ex-Kombattanten aus einem vergleichbaren geografischen, kulturellen und sozialen Hintergrund (Libanon), die selbst Krieg und Gewalt erlebt haben, sich aber nach Kriegsende von ihren Milizen distanziert, deradikalisiert und wieder erfolgreich in die normale Gesellschaft reintegriert haben, können als Mentoren eine wichtige Lücke in den bestehenden Regelstrukturen schließen: Sie sind u. U. eher in der Lage, Vertrauen zur Zielgruppe aufzubauen als deutsches Fachpersonal.

Ehemalige Kombattanten haben sich bereits effektiv bei der Zielgruppe Jugendlicher mit Flucht- und Migrantenhintergrund in Deutschland engagiert in einem vom BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) geförderten Projekts.

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