re:vision Demokratieförderung und Bildung im Strafvollzug

re:vision ist ein systemisches phänomenübergreifendes Präventionsprojekt in der Justiz. Wir verfolgen parallel zwei Ansätze: Erstens schulen wir Mitarbeiter*innen im Strafvollzug zu diversitätssensiblem Umgang. Die Beschäftigten sind oft über Jahre oder Jahrzehnte Vermittler*innen für Belange der Inhaftierten und damit Teil ihrer Lebenswelt. Dadurch entstehen Beziehungen zwischen Mitarbeiter*innen und Inhaftierten, die, besonders bei den Inhaftierten im Alter bis 30 Jahren, einen starken Einfluss auf ihre Affekte und Emotionen haben können. Der AVD und Sozialdienst haben daher für uns einen besonderen Stellenwert in der Präventionsarbeit.
Zweitens arbeiten wir in unseren Teilprojekten Licht&Schatten und NoFront Storytelling mit jungen Erwachsenen in Form Sozialer Gruppenarbeit zu Themen wie Identität, Diskriminierungserfahrungen und Grundrechten. Diese Themen werden von den Teilnehmenden thematisch aufgegriffen und kreativ umgesetzt: Als eigene Texte, die in einem Film aufgenommen werden (Licht&Schatten) oder Comics, die in einem Buch gedruckt werden (NoFront). Im Projekt werden so u.a. ihre sozialen Kompetenzen, wie Ambiguitätstoleranz, Selbstwirksamkeit gestärkt, welche zur Resistenz gegen gewaltbereiten Extremismus beitragen können. Im Vortrag werden wir unsere aktuelle Arbeit präsentieren: evtl. Filmausschnitte, Veröffentlichungen und Comics von Jugendlichen in Haft.

Zitation

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende URL:https://www.praeventionstag.de/dokumentation.cms/5641

Hinweis zum Urheberrecht:

Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das Urheberrechtsgesetz (UrhG).
Insbesondere gilt: Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (Paragraph 53 Urheberrecht). Die Herstellung und Verbreitung von weiteren Reproduktionen ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Urhebers gestattet.
Der Benutzer ist für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und kann bei Mißbrauch haftbar gemacht werden.

verwandte Schlüsselbegriffe

Resozialisierung Inhaftierte