Prävention digitaler Gewalt durch Peers

Birgit Thinnes
Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke

Digitale Gewalt unter Jugendlichen ist ein nicht mehr wegzudenkendes Phänomen, das eine gesundheitsschädliche Wirkung für die Betroffenen haben kann. Sie müssen sich in der Schule mit den im Internet hochgeladenen Fotos, Videos und entsprechenden Kommentaren auseinandersetzen. Die physischen und psychischen Folgen von Cybermobbing und anderen digitalen Angriffen reichen von Wut, Verzweiflung, über psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Depressionen und Suizidgedanken. Betroffene können sich nicht konzentrieren, die Leistungen in der Schule verschlechtern sich und sie fehlen häufiger als Mitschüler*innen in der Schule.
Mit dem Peer-Projekt „Cyberscouts“ wird an den weiterführenden Schulen im Kreis Minden-Lübbecke präventiv an einem angemessenen Verhalten im Internet gearbeitet. Ältere Schüler*innen werden durch ein Netzwerk von Fachleuten zu Medienberater*innen ausgebildet. Im Rahmen von Peer Education geben sie ihr Wissen an Mitschüler*innen weiter. Neben der Wissensvermittlung spielt auch die Übernahme von Wertvorstellungen eine Rolle, um die Medienkompetenz, soziale Kompetenzen und subjektive Gesundheit von Schüler*innen zu stärken.
Das Projekt erfreut sich durchgehend großer Beliebtheit und zeichnet sich durch ständige Weiterentwicklung aus. Der Vortrag zeigt sowohl die Möglichkeiten und Chancen als auch die Grenzen des Peeransatzes auf.

Zitation

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Jugendhilfe Schule Cybermobbing Prävention