Situative Prävention – Sicher in Glaubensgemeinschaften

Kevin Kasper
Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Die Anstiege von fremdenfeindlichen und antisemitischen Delikte, aber auch die rechtsextremistisch motivierten Anschläge in Halle und Hanau, haben das Sicherheitsempfinden von Juden und Muslimen erschüttert. Die Polizei BW priorisierte in der Folge Maßnahmen für einen besseren Schutz der angegriffenen Glaubensgemeinschaften und unterhält mit Vertreterinnen und Vertretern vieler Gemeinden einen Sicherheitsdialog.

Das Programm „Sicher in Glaubensgemeinschaften“ wendet sich an die Gemeindemitglieder: Bei Veranstaltungen in den Gemeinderäumlichkeiten werden konkrete Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen gegenüber antisemitischen und muslimfeindlichen Angriffen an lebensweltnahen Beispielen verdeutlicht. Die Anwesenden benennen furchtbesetzte Situationen, die Polizei berät im Hinblick auf verhaltensorientierte, technische und organisatorische Vorkehrungen sowie bezüglich Reaktionsmöglichkeiten im Ernstfall. Im Fokus der Veranstaltungen steht der situative Opferschutz für eine von Viktimisierung besonders bedrohte Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern des Landes.
Hierdurch soll womöglich überhöhten Ängsten mit einer realistischen Risikoeinschätzung begegnet, konkrete, durch die Betroffenen umsetzbare Vorsorge- und Reaktionsmöglichkeiten verbreitet und der enge Sicherheitsdialog mit der Polizei beworben werden. Das Konzept kann auf die Bedarfe anderer Glaubensgemeinschaften angepasst werden.
Das Konzept „Sicher in Glaubensgemeinschaften“

(Deutsch, Video)

Zitation

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