Warum Deradikalisierung systemisch sein muss – Praxisfälle

In der Distanzierungs- und Ausstiegsberatung im Kontext ‚Islamismus‘ beobachten wir vielfältige Ansätze und Methoden, wobei zahlreiche Beratungsstellen in Deutschland auf einen systemischen Ansatz verweisen. Die spezifischen Potentiale dieses Ansatzes wurden bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Daher stellt sich die Forschungsfrage: Welche Potentiale kann ein systemischer Ansatz in der Beratung zur Deradikalisierung entfalten?

Dieser Frage wurde mit einem neuentwickelten Modell kooperativer Praxisforschung nachgegangen, an welchem erfahrene Berater*innen aus dem Bereich der Distanzierungs- und Ausstiegsbegleitung zentral beteiligt waren. Im Zentrum der Praxisforschung standen spezifisch konzipierte Workshops zur systemischen Beratung, die auf Beratungsfälle der islamistischen Deradikalisierung ausgerichtet waren. Diese Workshops dienten als Impuls für eine Gruppendiskussion und ermöglichten damit eine zielgerichtete sozialwissenschaftliche Datenerhebung.

In diesem Vortrag werden wir auf die Stimmen aus der Beratungspraxis eingehen. Er werden erste Erkenntnisse zu den besonderen Möglichkeiten der systemischen Beratung, aber auch zu spezifischen Herausforderungen der Deradikalisierungsberatung anhand von Fallbeispielen vorgestellt. Thematisiert werden u.a. die Beratungen zur (Re-)Integration und Deradikalisierung von Rückkehrerinnen aus dem Islamischen Staat.
Warum Deradikalisierung systemisch sein muss – Praxisfälle

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