Echte Rechte!? – Bildungsarbeit mit Ausgestiegenen

Tobias Lehmeier
Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e.V.
Laura Liebscher
Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e.V.

Auf der Suche nach einer richtig guten Geschichte äußern Journalist*innen in Anfragen an Ausstiegsberatungen meist den Wunsch nach „einem Aussteiger, der erzählt, wie er den Ausstieg geschafft hat“. Und auch viele Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen sehen einen Auftritt von Aussteiger*innen in Schulen als überwiegend gewinnbringend für ihre Präventionsbemühungen gegen Rechtsextremismus. Offensichtlich besteht ein großes Bedürfnis nach Authentizität und Glaubwürdigkeit bei Berichten über Aussteiger*innen aus der extremen Rechten – welche scheinbar nur aus erster Hand zu erlangen sind. Mögliche Nachteile für Teilnehmer*innen und die Aussteiger*innen selbst hingegen werden dabei oft weniger in den Blick genommen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e.V. als Dachverband zivilgesellschaftlicher Distanzierungs- und Ausstiegsberatungen aus der extremen Rechten hat sich gemeinsam mit ihren Mitgliedern auf enge Kriterien für den Einsatz von Aussteiger*innen in der Bildungsarbeit verständigt, welche auch auf den medialen Kontext übertragbar sind. Im Vortrag werden diese Kriterien mit ihren Begründungen ebenso vorgestellt wie Vor- und Nachteile von biografiebasierten Veranstaltungen mit Ausgestiegenen. Gleichzeitig werden Alternativen präsentiert, wie Bildungsarbeit zu Distanzierungs- und Ausstiegsprozessen dennoch glaubwürdig und authentisch gestaltet werden kann.

Zitation

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