Prävention und Sicherheit im Kontext von Zuwanderung

Matthias Kornmann
Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK)
Julia Pfrötschner
Bonveno Göttingen gGmbH

Migration und Flucht bleiben trotz rückläufiger Asylantragszahlen politisch und gesellschaftlich ein dauerhaftes Thema. Das Bundeslagebild zur Kriminalität im Kontext von Zuwanderung konstatiert „Die Entwicklung der vergangenen vier Jahre (insgesamt rund 1,52 Millionen Asylsuchende) wirkte sich auch im Jahr 2018 auf die Kriminalitätslage, sowohl im Bereich der Allgemeinkriminalität als auch im Bereich der politisch motivierten Kriminalität, aus“. Polarisierende Berichterstattungen sowie emotionale migrationspolitische Debatten in der Öffentlichkeit und im Netz begünstigen darüber hinaus die Ausweitung auf neue Deliktsformen wie der Hasskriminalität und begründen einen gesamtgesellschaftlichen Handlungsbedarf. In Kooperation mit staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren gelang es, kriminologische Risikofaktoren bei der wachsenden Zielgruppe der Geflüchteten sowie der Aufnahmegesellschaft zu analysieren und bundesweit abgestimmte Schutzfaktoren zu konzeptionalisieren. Bereits wirkungserprobte Projekte und Maßnahmen gilt es nun an die wachsende Zielgruppe geflüchteter Menschen anzupassen. Neben aktuellen fachlichen Inhalten zeigt der Vortrag Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung am Beispiel einer Bundesinitiative zusammen mit dem Bundesfamilienministerium sowie dem innovativen Projektansatz „BROTHERS“ zur Identitätsbildung und Gewaltprävention bei (geflüchteten) Jugendlichen.

Zitation

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