Warum Deradikalisierungsarbeit systemisch sein muss

Nina Glazova
IFAK e. V.

Radikalisierung mit islamistischer Ausrichtung betrifft sowohl die Primär Betroffenen (die sich in diese Richtung radikalisieren) als auch die Sekundär Betroffenen (deren soziales Umfeld sowie institutionelle Akteure z.B. aus schulischen Kontexten). Beide Zielgruppen können mit systemischer Beratung erreicht und unterstützt werden.

Die systemische Vorgehensweise des Beratungsnetzwerks Grenzgänger wird anhand von Fallbeispielen aus der Beratungspraxis dargestellt. Diese Reihe von Fallbeispielen mit unterschiedlichem Radikalisierungsgrad und Arbeitsaufwand ist auf Basis verschiedener Fälle aus der Praxis konstruiert.

Der Vortrag zeigt die Vorteile von systemischer Beratung im Kontext der Distanzierungs- und Deradikalisierungsarbeit. Der systemische Ansatz ist ein universelles Werkzeug, das mit anderen Beratungsansätzen u.a. aus den Bereichen Soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie kombiniert werden kann.

Inhalte des Vortrags sind die Radikalisierung im islamistischen Kontext, Systemische Beratung mit Prinzipien und Werkzeugen sowie die Anwendung systemischer Beratung anhand von Fallbeispielen.

Das Projekt Grenzgänger arbeitet seit 2012 multiprofessionell im Auftrag des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Aktuelle Herausforderungen betreffen u.a. die Begleitung von Familien, die aus Syrien zurückkehren (Rückkehrer-Fälle).