Städtische Vielfalt und Konflikte im öffentlichen Raum

Gabriel Bartl
Deutsches Institut für Urbanistik
Niklas Creemers
Deutsches Institut für Urbanistik
Dr. Holger Floeting
Deutsches Institut für Urbanistik

Zuwanderung, demographischer Wandel und Individualisierung: Deutsche Städte werden immer vielfältiger. Diese Vielfalt beinhaltet zahlreiche Chancen für Stadtgesellschaften und stellt eine wichtige Ressource dar. Dennoch kann eine zunehmende soziale, kulturelle und ethnische Heterogenität Konflikte und Irritationen bedingen und begünstigen, die das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung beeinträchtigen. Öffentliche urbane Räume sind zentrale Orte für die Aushandlung solcher Konflikte und Irritationen.

Der Beitrag stellt Forschungsergebnisse des Teilvorhabens „Sicherheit und Vielfalt in Kommunen“ im Rahmen des Verbundprojekts DIVERCITY vor. Das Projekt wird vom BMBF gefördert. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen, die sich Kommunen durch eine zunehmende städtische Vielfalt stellen. Hierzu präsentiert der Beitrag Perspektiven verschiedener kommunaler Verwaltungsakteur*innen auf die Zusammenhänge zwischen urbaner Diversität und sozialen Konflikten in und um den öffentlichen Raum. Zudem diskutiert der Beitrag Maßnahmen, Strategien und Kooperationen aus der kommunalen Praxis, die auf die Prävention und Lösung solcher Konflikte im Sinne einer Stärkung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens und des sozialen Friedens in der Stadt zielen und die auf die Herstellung eines öffentlichen Raums für alle setzen.

verwandte Schlüsselbegriffe

Kommunen Sicherheit öffentlicher Raum Vielfalt Gesellschaftlicher Zusammenhalt