VIR: VeränderungsImpulse bei Rechtsorientierten Jugendlichen

Dr. Thomas Pfeiffer
Ministerium des Innern Nordrhein-Westfalen
Stefan Woßmann
Arbeitskreis Ruhr gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen

VIR steht für: „VeränderungsImpulse setzen bei Rechtsorientierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen“. VIR ist ein Fortbildungskonzept für Personen, die beruflich oder ehrenamtlich im Kontakt sind mit jungen Menschen, die sich der rechtsextremistischen Szene annähern, aber noch nicht fest in ihr verankert sind. Das Ziel sind Impulse in „Tür und Angel“-Gesprächen, die zur Veränderung motivieren. Typische Situationen sind: Pausengespräche in der Schule, Gespräche im Jugendzentrum oder in der Wohngruppe, Gespräche zwischen Strafgefangenen und JVA-Beschäftigten.
Zu den zehn Bausteinen der dreitägigen VIR-Fortbildung gehören Übungen zur Motivierenden Gesprächsführung, ein Modell, das Veränderungsphasen widerspiegelt (Transtheoretisches Modell der Veränderung, TTM), und Grundlagen zum Thema Rechtsextremismus (Rechtslage, „Erlebniswelt Rechtsextremismus“, Ein- und Ausstiegsprozesse).VIR ist angelehnt an das Konzept MOVE (Motivierende Kurzintervention) aus der Suchtprävention, das die ginko Stiftung in Mülheim/Ruhr entwickelt hat.
Im VIR-Projekt arbeiten zusammen: der AK Ruhr gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen, die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz und das Ministerium des Innern Nordrhein-Westfalen (Abteilung Verfassungsschutz, Aussteigerprogramm „Spurwechsel“). VIR wird fachlich begleitet durch das LWL-Landesjugendamt Westfalen.

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