Bewährte Modelle der Radikalisierungsprävention verbreiten

Franziska Heinze
Deutsches Jugendinstitut e.V., Außenstelle Halle (DJI)

Seit nunmehr 16 Jahren fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Maßnahmen der Radikalisierungsprävention zunächst im Bereich Rechtsextremismus, seit 2011 auch von linker Militanz und Islamismus. Hierbei hat sich auf der Bundesebene de facto eine eigenständige Präventionspraxis entwickelt, die relativ unabhängig von der Regelpraxis der Kinder- und Jugendhilfe besteht. Angesichts steigender öffentlicher Ausgaben für bundesgeförderte Maßnahmen der Radikalisierungsprävention rückt die Frage nach deren Nachhaltigkeit in den Fokus.
Der Beitrag geht dieser Frage nach und nimmt die strukturbezogenen Wirkungen von Fördermaßnahmen der Radikalisierungsprävention auf der Bundesebene am Beispiel von Organisationen in der Strukturentwicklung zu bundeszentralen Trägern in den Blick. Er arbeitet heraus, wie über Anregungs- und Transferprozesse, Qualitätssicherungs-, Qualifizierungs- und Professionalisierungsprozesse und Prozesse der (fach-)politischen Interessenvermittlung eine Lösung der oftmals konstatierten, unzureichenden Nachhaltigkeit von Modellprojekten angestrebt wird. Darüber hinaus wird aufgezeigt, inwiefern entsprechende Fördermaßnahmen zur fachlichen Konstitution des Arbeitsfeldes bspw. im Bereich der religionsbezogenen Radikalisierungsprävention beitragen.

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