Abenteuer Schutzkonzept – der Plan, die Um-Wege, das Ziel

Heike Mann
AWO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen haben ein hohes Risiko Opfer von (sexualisierter) Gewalt zu werden. Deshalb stehen Einrichtungen, in denen diese Mädchen und Jungen betreut werden, in der Verantwortung die ihnen anvertrauten Kinder vor Gewalt, innerhalb und außerhalb der Einrichtung, zu schützen.
Die Erarbeitung eines Schutzkonzeptes ist ein kraft- und zeitintensiver Organisationsentwicklungsprozess, der die Führungskräfte, die Mitarbeiter_innen, die Kinder und Jugendlichen und deren Eltern einbindet. Der Prozess stellt Bewährtes in Frage, fördert Kreativität und macht das Handeln in der Institution transparenter und hinterfragbarer. Das ist anstrengend manchmal sogar mühselig, aber nicht nur Mädchen und Jungen profitieren davon, auch die Mitarbeiter_innen und die Einrichtung selbst. Eine weitere Herausforderung ist das Schutzkonzept im Alltag zu integrieren und dauerhaft mit Leben zu erfüllen.
In diesem Vortrag werden der Weg, die Hindernisse aber auch das Gelingen bei der Erarbeitung und der immer noch fortdauernden Implementierung eines Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt in Heilpädagogischen Heim Bonnewitz aufgezeigt. Dies geschieht zunächst aus der Sicht der Einrichtung. Ergänzt wird diese Darstellung durch die Perspektive der das Heim seit 2013 begleitende Fachstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen Shukura.

Zitation

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sexualisierte Gewalt Implementierung Schutzkonzepte