21.05.2019

Bundespräventionstag in Berlin – Hessen stark in Prävention

Eva Kühne-Hörmann: „Hessen freut sich auf den 25. Deutschen Präventionstag in Kassel.“

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann besuchte gestern den Bundespräventionstag in Berlin. Sie nutzte die Gelegenheit, zahlreiche, vom Land Hessen unterstützte Projekte zu besuchen und sich über den aktuellen Stand der Arbeit zu informieren. Auch zahlreiche kommunale und private Initiativen aus Hessen sind derzeit auf dem zweitägigen Kongress rund um das Thema Kriminalprävention in Berlin vertreten.

„Ich bin begeistert, wie viel Engagement und Einsatz wir in Sachen Prävention in den letzten Jahren aufgebaut haben. Jede Straftat die wir mit unserer Arbeit verhindern können, ist aktiver Opferschutz. Denn ohne Straftaten, keine Opfer. Das ist unser Antrieb und das verbindet die vielen staatlichen und nichtstaatlichen Akteure in der Präventionsarbeit“, so Kühne-Hörmann am Rande der Messe.

Der Deutsche Präventionstag wurde 1995 als nationaler jährlicher Kongress speziell für das Arbeitsfeld der Kriminalprävention begründet. Von Beginn an war es das Ziel, Kriminalprävention ressortübergreifend, interdisziplinär und in einem breiten gesellschaftlichen Rahmen darzustellen und zu stärken. Mittlerweile ist der Deutsche Präventionstag der weltweit größte Jahreskongress speziell für das Arbeitsgebiet der Kriminalprävention. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter über 3.000 Gäste. Auf dem zweitägigen Kongress werden 120 Fachvorträge und 44 praxisorientierte Projektspots angeboten. Unter den rund 180 Ausstellern waren auch zahlreiche Hessische Träger von Präventionsangeboten. Darunter die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ), die in diesem Jahr Studien zum Erfolg von Präventionsmaßnahmen bei Sexualstraftätern vorstellte und der hessische Generalstaatsanwalt, Prof. Dr. Fünfsinn, der über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit in Hessen sprach. Zu den Ausstellern gehören auch zahlreiche private oder kommunale Initiativen, etwa der Kassler Verein „Respekt e.V.“ oder das „Trainingscamp Diemelstadt“.

„Viele Initiativen sind als Lösungsstrategien zu verschiedenen kriminellen Phänomenen entstanden und haben sich im Laufe der Jahre bewährt und professionalisiert. Es ist die Vielfalt in der Präventionslandschaft, die uns in Hessen mittlerweile in die Lage versetzen, passgenaue Angebote zu schaffen, die auch wirken“ so die Justizministerin mit Hinweis auf den Rückgang der Jugendkriminalität und die zahlreichen Programme in diesem Bereich.

Vielfalt ist Schlüssel zum Erfolg

„Dabei ist es wichtig, sich niemals mit dem Erreichten zufriedenzugeben. Neue Kriminalitätsphänomene brauchen neue Antworten der Prävention. Deshalb haben wir in Hessen zum Beispiel sehr schnell das Thema Deradikalisierung und Prävention im Bereich des religiösen Extremismus aufgegriffen und entsprechend reagiert. Erstmals arbeiten wir im Rahmen unseres Netzwerkes Deradikalisierung im Strafvollzug (NeDiS) Hand in Hand mit allen zuständigen Sicherheitsbehörden. Wir wollen der Vernetzung der Szene etwas entgegensetzen und haben mit dem Netzwerk Deradikalisierung im Strafvollzug ein engmaschiges Netz aus Abstimmungen zwischen den Behörden geschaffen, welches schnell auf Entwicklungen in der Szene reagieren kann. Dabei profitieren wir auch von der Zusammenarbeit mit zivilen Trägern, wie dem Violence Prevention Network“, so Kühne-Hörmann, die ergänzte: „NeDiS ist mittlerweile ein vielfach übernommenes und international anerkanntes Projekt. Es ist deshalb wichtig, dass sich die Kolleginnen und Kollegen auf dem Deutschen Präventionstag präsentieren.“

Kassel wird Austragungsort des 25. Deutschen Präventionstages

„Ich freue mich besonders, dass der 25. Deutsche Präventionstag im nächsten Jahr in Kassel stattfinden wird. Mit dem Thema „Smart prevention“ nimmt sich der Deutsche Präventionstag im nächsten Jahr eines Themas an, dass maßgeschneidert für Hessen ist. Hessen ist im Kampf gegen Internetkriminalität bundesweit führend und wir wollen dies auch im Bereich der Entwicklung von Präventionsstrategien im Kampf gegen Internetkriminalität sein“, so Eva Kühne-Hörmann.

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