30.05.2018

Die NRW-Initiative „Kurve kriegen“ zur Verhinderung von Jugendkriminalität präsentiert sich auf dem 23. Deutschen Präventionstag in Dresden

DÜSSELDORF/DRESDEN Der 23. Deutsche Präventionstag ist am 11. und 12. Juni im Internationalen Kongress Center Dresden. Eröffnet wird der diesjährige Kongress durch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey im Panel Politik. Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer hat die Schirmherrschaft des diesjährigen Kongresses übernommen. Eine große Anzahl der angebotenen Vorträge und Veranstaltungen widmet sich dem diesjährigen Schwerpunktthema „Gewalt und Radikalität – Aktuelle Herausforderungen für die Prävention“. Darüber hinaus sind viele andere Aspekte der Präventionsarbeit vertreten.

Der Deutsche Präventionstag ist der weltweit größte Kongress speziell für das Arbeitsgebiet der Kriminalprävention sowie angrenzender Präventionsbereiche. Die Veranstalter erwarten mehrere tausend Gäste, haupt- oder ehrenamtlich tätige Verantwortungsträger aus Praxis, Forschung und Politik. Die Besucher können sich in 110 Fachvorträgen und 44 praxisorientierten Projektspots informieren und zu unterschiedlichen Präventions-Themen austauschen. Im Ausstellungsbereich informieren rund 150 Infostände über Präventionsprojekte und aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa. Außerdem gibt es Infomobile, Sonderausstellungen, Posterpräsentationen, verschiedene Bühnenstücke, eine Kinder-Uni sowie zahlreiche nationale und internationale Begleitveranstaltungen.

Auch die „Kurve kriegen“ aus Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr wieder mit einem Stand und vielen Experten vertreten.

Wirksame Kriminalprävention ist immer noch der beste Opferschutz

Die kriminalpräventive Initiative wurde 2011 ins Leben gerufen und verhindert Intensivtäter und Jugendkriminalität.
Es besteht durch „Kurve kriegen“ eine enge, strukturierte Zusammenarbeit der Polizei mit den Jugendämtern, Schulen und anderen Verantwortungsträgern vor Ort, dadurch entsteht aus Netzwerk mit unterschiedlichen Professionen mit großem Experten- und Fachwissen.
„Kurve kriegen“ setzt unmittelbar und passgenau an den Ursachen für Kriminalität an und unterstützt zielgerichtet die Kinder, Jugendlichen und deren Familien mit pädagogischen Maßnahmen und baut so nachweislich Risikofaktoren ab und Schutzfaktoren auf. Die pädagogischen Fachkräfte vereinbaren Ziele und achten auch auf die Erreichung. In ihrer Arbeit können sie zudem auf weitere Experten im Bereich Jugendkriminalität zurückgreifen und so noch gezielter und sehr individuell agieren. Die Angebote reichen dabei von Kompetenztraining und Nachhilfe über Elterncoaching, Stärkung der Erziehungskompetenz, Schuldnerberatung bis zu Erlebnispädagogik und Freizeitstrukturierung, um nur einen Auszug zu nennen.

Im Ergebnis bedeutet „Kurve kriegen“:
Weniger Straftäter  --> Weniger Straftaten  --> Weniger Opfer

Aktuell befinden sich 450 Teilnehmende im Programm in 21 Kreispolizeibehörden in NRW mit über 100 Kommunen. Mehr als 1.000 haben bereits insgesamt an dem Programm teilgenommen.

„Kurve kriegen“ wurde mehrfach wissenschaftlich evaluiert (Prozess, Wirkung und Kosten-Nutzen-Analyse - 2011-2016) und zudem 2017 in die „Grüne Liste Prävention“ (Landespräventionsrat Niedersachsen) aufgenommen.
Alle Evaluationsberichte sind veröffentlicht und können über die Homepage „Kurve kriegen“ - www.kurvekriegen.nrw.de - abgerufen werden.

Die Initiative „Kurve kriegen“ finden sie an Stand 111. Dort wird ausführlich das Programm, der Sachstand 2018, aber auch die aktuellen Entwicklungen und Erkenntnisse aus dem Bereich Praxis, Prävention und Pädagogik präsentiert.

An beiden Tagen werden deshalb auch pädagogische Fachkräfte, polizeiliche Ansprechpartner und die Konzeptentwickler als Experten für Gespräche und Fragen den Besuchern zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich können Sie auch persönlich in Dresden dabei sein und über den 23. Deutschen Präventionstag und die Initiative „Kurve kriegen“ berichten. Bitte akkreditieren Sie sich dazu im Pressebereich unter www.praeventionstag.de.

Gastgebende Partner des 23. Deutschen Präventionstages sind der Freistaat Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden und der Landespräventionsrat Sachsen. Ständige Veranstaltungspartner des Deutschen Präventionstages sind die Organisationen WEISSER RING, Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), Deutsches Forum Kriminalprävention (DFK) und der DBH – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik.

Weitere Informationen

Kontakt:
Stabsstelle Prävention Jugendkriminalität im Ministerium des Innern NRW
Jörg K. Unkrig
Fon: 0211-8713313
Mail: SPJ@IM.NRW.de