13.01.2021

@ Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung -SDGs (12)

  • Klimaschutz-Index 2021: Die wichtigsten Ergebnisse
    Die unabhängige Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch hat im Dezember 2020 den Klimaschutz-Index 2021 veröffentlicht, der ein zwiespältiges Bild der Europäischen Union zeichnet. Während vor allem die skandinavischen EU-Staaten, Aufsteiger Portugal und die EU selbst mit recht guten Noten in der Top-Region des Index zu finden sind, gibt es mit Ungarn, Polen, Tschechien, Slowenien und Zypern auch Ausreißer nach unten. Den neuen Klima-Risiko-Index 2021 will Germanwatch am 25.01.2021 veröffentlichen. Der jährlich erscheinende Klima-Risiko-Index vergleicht wetterbedingte Schadensereignisse (Stürme, Überschwemmungen, Hitzewellen etc.) und ihre Auswirkungen auf die Staaten der Welt.

  • EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus: 2020 war das bisher wärmste Jahr in Europa
    2020 war das wärmste Jahr in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen. Das gab der Copernicus-Klimawandeldienst (Copernicus Climate Change Service, C3S) am 08.01.2021 bekannt. In Europa lagen die Temperaturen durchschnittlich 1,6°C über dem Referenzzeitraum 1981-2010 und 0,4°C über 2019, dem bisher wärmsten Jahr in Europa. Weltweit betrachtet war das Jahr 2020 ebenso warm wie das bisherige Rekordjahr 2016. Der Bericht zeigt zudem, dass die CO2-Konzentrationen weiter steigen. Auch saisonal waren in Europa der Winter 2019/20 und der Herbst 2020 die wärmsten. Der Winter 2020, das heißt Dezember 2019 bis Februar 2020, übertraf den bisherigen Wärmerekord von 2016 um fast 1,4 °C, während der Herbst (September bis November 2020) den alten Rekord aus dem Jahr 2006 um 0,4 °C übertraf. Darüber hinaus erlebte Westeuropa Ende Juli und Anfang August eine erhebliche Hitzewelle. Eine vollständige und detaillierte Analyse des europäischen Klimas wird im April veröffentlicht.

  • Fleischatlas 2021: Daten und Fakten zu Tieren als Lebensmittel
    Die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern von der deutschen und europäischen Politik einen grundlegenden Umbau der Fleischproduktion und gezielte Strategien für einen Verbrauchsrückgang um mindestens die Hälfte. Der am 06.01.2021  veröffentlichte "Fleischatlas 2021" zeige, dass die weltweite Fleischproduktion ohne Kurswechsel bis 2028 um 40 Millionen auf rund 360 Millionen Tonnen im Jahr steigen könnte. Eine derartige Zunahme bei einem weiterhin zu hohen Pro-Kopf-Konsum in den Industrieländern verschärfe die Auswirkungen der Klimakrise für viele Menschen und weltweit, denn schon jetzt verursache die Tierhaltung 14,5 Prozent der globalen Emissionen. Zudem befördere die Fleischproduktion den globalen Artenschwund massiv. Der Atlas bietet auf über 50 Seiten und in über 80 Grafiken zahlreiche Daten und Fakten über Fleischproduktion und -konsum in Deutschland und weltweit.
  • Stellungnahme des Rates für Nachhaltige Entwicklung zum Entwurf der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2021
    Der Nachhaltigkeitsrat (RNE) hat im November 2020 seine Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht. Der Rat begrüßt darin ausdrücklich die neu definierten Transformationsbereiche, allerdings müssten diese um konkrete, ressortübergreifende Strategien und Fahrpläne sowie ambitionierte und verbindliche Ziele ergänzt werden. Auf Basis der Transformationsbereiche solle die Bundesregierung ein neues Set von Schlüsselindikatoren für die deutsche Nachhaltigkeitspolitik entwickeln und sich so auf die wichtigsten Herausforderungen der Zukunft konzentrieren. Die Empfehlungen des Rates umfassen folgende zehn Themenfelder: (1) Kohärenz stärken (2) nachhaltige Finanzen voranbringen (3) umsteuern für ein nachhaltiges Wirtschaften im Sinne der SDG (4) nachsteuern bei absehbaren Zielverfehlungen (5) wir brauchen ein neues Narrativ! (6) Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit starten (7) den Bericht an die Vereinten Nationen zügig vorbereiten (8) nachhaltig aus der Krise (9) den europäischen Beitrag voranbringen (10) für einen ambitionierten deutschen Beitrag zur SDG-Umsetzung auf internationaler Ebene

  • One Planet Summit für Biodiversität 
    Die globale Gesundheitskrise des COVID 19 war eine dramatische Erinnerung an die Bedeutung der Natur für unser tägliches Leben und unsere Wirtschaft: Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensversicherung. Die Schädigung von Ökosystemen ist jedoch beispiellos und wird in den kommenden Jahrzehnten erhebliche Auswirkungen auf unseren Lebensstil haben. Die Umkehrung dieses Trends ist eine große Herausforderung für das kommende Jahrzehnt: Wir müssen unsere gesamte Beziehung zur Natur überdenken. Es ist eine große soziale und wirtschaftliche Herausforderung, die eine tiefgreifende Transformation der Wertschöpfungsketten, unserer Geschäftsmodelle und unserer Konsumgewohnheiten erfordert, um den zerstörerischen Produktionsmodellen von Lebewesen ein Ende zu setzen. Diese globale Herausforderung erfordert konzertierte Maßnahmen auf allen Ebenen (international, national, lokal) und von allen Akteuren (Regierungen, internationale Organisationen, Unternehmen, Verbände, Bürger usw.).

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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