22.06.2020

@ Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung -SDGs (9)

  • Themenpaket: Corona und Nachhaltigkeit
    Auf der Webseite des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam finden sich neue Artikel und Blogbeiträge über die Folgen der Corona-Pandemie unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. Denn auch wenn die Zahlen in Deutschland erfreulicherweise zurückgehen, bleibt Covid-19 eine weltweite Bedrohung. 

  • Nachhaltigkeitsrat legt erste Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2020 vor
    Unter dem Titel „Jahrzehnt der Nachhaltigkeit ambitioniert eröffnen!“ liefert der Rat für Nachhaltige Entwicklung erste Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2020. Diese berücksichtigen bereits „Corona-bedingte Änderungen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausgangsbedingungen“. Die umfangreichen Empfehlungen an die Bundesregierung untergliedern sich in drei wesentliche Teile: (1) Entschlossenes politisches Handeln für eine wirksame Nachhaltigkeitsstrategie (2) Mehr gesellschaftliche Akteure für ein Nachhaltigkeitsengagement gewinnen (3) EU-Ratspräsidentschaft nutzen und globale Verantwortung übernehmen. Am 18.05.2020 hat der Nachhaltigkeitsrat das Papier „Raus aus der Krise im Zeichen der Nachhaltigkeit“ veröffentlicht, in dem er acht konkrete Schritte für einen Weg aus der Corona-Krise aufzeigt. Im Herbst will der Rat dann detailliertere Empfehlungen für eine konsequente Weichenstellung für nachhaltige Entwicklung und den Wiederaufbau vorlegen.

  • Covid-19-Zwischenbilanz zeigt deutliche Veränderungen im Bewegungs- und Konsumverhalten der Deutschen
    Die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie haben zu erheblichen Folgen für Digitalisierung und Umwelt geführt. Dazu gehören weniger Verkehr, mehr Datenvolumen und ein verändertes Einkaufsverhalten. Das ist das Ergebnis einer Datenrecherche, die das Wuppertal-Institut und Ernst & Young (EY) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) durchgeführt haben. Der Personenverkehr ging durch die Corona-bedingten Einschränkungen deutlich zurück. Ein Viertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeitete demnach zeitweise im Home-Office. In einer Umfrage erwarten jeweils rund ein Drittel der Befragten, dass Meetings auch in den kommenden Jahren durch Videokonferenzen ersetzt werden und dass weniger berufliche Reisen stattfinden werden. Die Studienautoren gehen davon aus, dass sich der gesamte Personenverkehr um bis zu acht Prozent reduzieren lasse, wenn Home-Office und virtuelle Arbeitsformen gefördert werden.

  • Nachhaltig aus der Corona-Krise
    Das Umweltbundesamt (UBA) hat ein Konzept vorgelegt, wie die Corona-Konjunkturpakete gezielt am Umweltschutz ausgerichtet werden können. Wichtig ist laut UBA eine Verschiebung der Steuer- und Abgabenlast vom Faktor Arbeit hin zu den Umweltschadenskosten. Dazu sollten umweltfreundliche Techniken wie die Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor oder ressourcensparendes Verhalten steuerlich entlastet werden. Perspektivisch sollte der Anteil der Umweltsteuern am Gesamtsteueraufkommen steigen, so dass die Kosten der Umweltschäden den Verursachern stärker angelastet werden und nicht der Gesellschaft. Das UBA rät auch zu einem schrittweisen Abbau umweltschädlicher Subventionen – zum Beispiel der zu geringen Dieselbesteuerung oder der Steuerbefreiung für Kerosin. Die Einnahmeverluste des Staates liegen allein durch den Verzicht auf die Kerosinbesteuerung bei 8,3 Milliarden Euro (Jahr 2018).

  • Nachhaltigkeit Aktuell (Newsletter 4/2020 der Bundesregierung

  • Aus dem Deutschen Bundestag:

    • Corona und Nachhaltigkeit
      (hib/LL) Zwischen der Existenzbedrohung vieler Unternehmen und schweren strukturellen Verwerfungen einerseits und der Chance eines klimapolitisch nachhaltigen Umbaus der Wirtschaft andererseits: In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Politik, wenn sie versucht, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie mit Konjunkturpaketen abzufedern, die die globalen Klimaziele im Blick behalten wollen. Über die Chancen und Risiken beim "Re-Start" der deutschen Wirtschaft nach den Lockdown-Maßnahmen und den richtigen Einsatz der knapper werdenden finanziellen Ressourcen des Staates beim Wiederaufbau diskutierten am 27.05.2020 Abgeordnete des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung mit den beiden Sachverständigen Karsten Löffler, Vorsitzender des Sustainability Finance-Beirats der Bundesregierung, und Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie.

    • Stand der Umsetzung von BNE
      (hib/ROL) Alle Mitglieder der Nationalen Plattform, bestehend aus Vertretungen des Bundes, der Länder, der Kommunen, der Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben sich verpflichtet, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten den Nationalen Aktionsplan zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) kontinuierlich bis zum Jahr 2030 umzusetzen. Da macht die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/19429) auf die Kleine Anfrage (19/18795) zum Stand der Umsetzung des NAP BNE deutlich. Die Übersicht zum Umsetzungsstand der Commitments und die Bilanzierung des Monitorings seien unlängst in der ersten Zwischenbilanz zum NAP BNE veröffentlicht worden. Wie in der Stellungnahme der Bundesregierung zum NAP BNE (18/13679) bekräftigt, beteilige sich die Bundesregierung im Rahmen ihrer Zuständigkeit und verfügbaren Haushaltsmittel an der Umsetzung des Aktionsplans. Die Bundesregierung unterstreicht, dass BNE einen ganzheitlichen Bildungsansatz beschreibe, der Menschen befähigt, informierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt, für eine bestandsfähige Wirtschaft und eine gerechte Gesellschaft für aktuelle und zukünftige Generationen zu handeln. Hierbei stehe die Frage im Vordergrund, wie individuelle Entscheidungen das Leben von Menschen vor Ort und in anderen Erdteilen beeinflussen können oder beeinflusst haben. Das im Nationalen Aktionsplan BNE zugrunde gelegte Verständnis von BNE greife dabei auf verwandte Konzepte wie das Globale Lernen, die Friedenspädagogik und die interkulturelle Bildung zurück, welche historische Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung einbeziehen. Das UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE wurde 2015 ins Leben gerufen, um in der internationalen Bildungslandschaft langfristig eine systemische Veränderung herbeizuführen. Ziel war es, nachhaltige Entwicklung weltweit nicht mehr nur projektbasiert (in Form von Aktionstagen, Projektwochen oder Wahlfächern), sondern strukturell und dauerhaft in unterschiedlichen Elementen des alltäglichen Bildungsalltags zu verankern.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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