05.04.2020

@ Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung -SDGs (8)

  • Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
    Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern. Der steigende Medikamentenverbrauch stellt die Wasseraufbereitung und den Gewässerschutz in Deutschland vor große Probleme. Um die Rückstände von Arzneimitteln im Wasser zu beseitigen, ist ein hoher Aufwand nötig. Die Problematik um die Verunreinigung durch Medikamentenrückstände wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) hat mit seinem Arbeitsbericht Nr. 183 einen Überblick zum Wissensstand vorgelegt. Der TAB-Arbeitsbericht Nr. 183 „Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern“ enthält Vorschläge zur Vermeidung der Verunreinigungen und Handlungsempfehlungen zur Verringerung der Risiken durch Arzneimittelrückstände im Wasser. Ergänzende Informationen finden sich im TAB-Fokus Nr. 22

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie Umweltbundesamt (UBA)
    In Deutschland wurden 2019 rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – rund 54 Millionen Tonnen oder 6,3 Prozent weniger als 2018. Das zeigt die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes (UBA). Damit setzt sich der positive Trend des Vorjahres auch 2019 fort. Mit Ausnahme des globalen Krisenjahres 2009 ist die Minderung im Jahr 2019 der größte jährliche Rückgang seit 1990. Die größten Fortschritte gab es in der Energiewirtschaft. Gründe für diese Entwicklung sind die erfolgreiche Reform des europäischen Emissionshandels, der niedrige Gaspreis, der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie die Abschaltung erster Kohlekraftwerksblöcke. Im Vergleich zu 1990 sanken die Emissionen in Deutschland um 35,7 Prozent. Bis 2030 will Deutschland seine Emissionen laut Klimaschutzgesetz um mindestens 55 Prozent mindern.

  • Deutscher Wetterdienst (DWD)
    DWD berechnet erstmals Klimavorhersagen für die kommenden zehn Jahre
    Angesichts aktueller wissenschaftlicher Daten stellt sich die Frage, mit welchen Folgen des Klimawandels Deutschland und die Welt bereits mittelfristig rechnen müssen. Antworten darauf könnten die neuen dekadischen Klimavorhersagen des DWD für Deutschland und die Welt geben. Der DWD hat das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt zu dekadischen Klimavorhersagen nun in den operationellen Betrieb überführt und veröffentlicht die Ergebnisse auf seiner Internetseite www.dwd.de/klimavorhersagen.

  • Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI)
    Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI), ein Organ des Europarates (CoE), fordert in einem Bericht Deutschland auf, die Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Extremismus und Neonazismus zu verstärken und sicherzustellen, dass Beweise für Hassrede im Internet an die Polizei weitergeleitet werden. Außerdem empfiehlt die Kommission, die bestehenden Gleichheitsstellen zu stärken, die Überarbeitung des Nationalen Aktionsplans Integration zu beschleunigen und Beratungsdienste für intersexuelle Personen und deren Eltern einzurichten. Die ECRI begrüßt die Anstrengungen, die Deutschland seit der Verabschiedung des vorangegangenen Berichts über das Land im Jahr 2013 im Kampf gegen Rassismus und Intoleranz geleistet hat. Deutschland habe „2015 eine außergewöhnlich große Anzahl von Asylsuchenden willkommen geheißen“ und „viele Ressourcen“ in deren frühzeitige Integration investiert. Mehrere zentrale Integrationsindikatoren verbesserten sich. Beispielsweise stieg die Anmelderate von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten und Vorschuleinrichtungen auf 84 %. 

     

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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