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Donnerstag, 24. September 2026

Die von Waldbränden betroffene Fläche in Europa könnte sich aufgrund des Klimawandels fast verdreifachen

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Zunehmend heiße, trockene und windige Bedingungen könnten die von Waldbränden betroffene Fläche in ganz Europa erheblich vergrößern. Das zeigt eine neue Studie unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), mit Beiträgen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. In einem Szenario mit geringen Emissionen (SSP1-2.6) würde bis zum Ende des Jahrhunderts jährlich etwa 39 Prozent mehr Fläche verbrennen als im heutigen Durchschnitt; in einem Szenario mit hohen Emissionen (SSP3-7.0) wären es den Berechnungen der Forschenden zufolge rund 192 Prozent. Zwar sind Emissionsminderungen entscheidend, um die Auswirkungen von Bränden zu verringern, doch zeigen die Ergebnisse auch, dass Verbesserungen bei Prävention, Früherkennung und Brandbekämpfung eine Schlüsselrolle dabei spielen, das Ausmaß künftiger Waldbrände zu verringern. Die Forscher verglichen den prognostizierten Jahresdurchschnitt für den Zeitraum 2070 -2100 mit dem modellierten Referenzzeitraum 2000 - 2030.

Brandbegünstigende Bedingungen erfordern mehr Investitionen  
Die Studie verfolgt zudem einen zweiten Ansatz, mit dem die Auswirkungen von Maßnahmen zur Prävention, Erkennung und Bekämpfung von Bränden in einer Welt mit höheren Temperaturen untersucht werden. Dieser Ansatz wurde von den Co-Autoren der Studie von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung entwickelt. Kontinuierliche Verbesserungen im Brandmanagement könnten die Brandfläche in einem 1,8 °C-Szenario um 92 Prozent und bei etwa 3,6 °C um 72 Prozent reduzieren. Die Autorinnen und Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit des Brandmanagements in einem deutlich wärmeren Klima möglicherweise zu optimistisch ausfallen. Die Studie erscheint inmitten einer weiteren schweren Waldbrandsaison in Europa. Nach Angaben des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (EFFIS) sind bis zum 12. August 2026 EU-weit rund 550.000 Hektar abgebrannt – etwa zweieinhalb Mal so viel wie der (20-jährige) Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt im Jahr.

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