Freitag, 24. Juli 2026

Vernichtung von Warenüberhängen und Retouren verhindern

Weitere News
zu dem Thema

Studie zeigt, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Vernichtung gebrauchstauglicher Güter zu reduzieren und nachhaltige Kreislaufprozesse zu stärken. Was passiert mit einem neuen Smartphone, das ungenutzt zurückgeschickt wird? Oder mit einem funktionstüchtigen Mixer, der im Lager liegen bleibt? Jedes Jahr durchlaufen Millionen Elektronikprodukte komplexe Rückführungsprozesse, die für die Öffentlichkeit weitgehend unsichtbar bleiben. Ein Forschungsteam der Universität Bamberg hat nun im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) genau diese Black Box geöffnet, um die Datenlage künftig zu verbessern. „Überspitzt ausgedrückt ist ein Kernproblem, dass wir im Hinblick auf die Entsorgung von Warenüberhängen und Retouren lediglich wissen, dass wir zu wenig wissen. Die Datenlage ist schlichtweg inakzeptabel“, erklärt Dr. Björn Asdecker, Hauptautor der Studie.

Ziel der aktuellen Untersuchung war es, wissenschaftlich fundierte Vorschläge zur Weiterentwicklung und Konkretisierung der sogenannten Obhutspflicht zu erarbeiten und damit die im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankerten Regelungen zu präzisieren. Die Obhutspflicht beschreibt die Verantwortung von Unternehmen für einen sorgsamen Umgang mit Warenüberhängen und Retouren. Dr. Björn Asdecker und Dr. Vanessa Felch vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Produktion und Logistik, analysierten gemeinsam mit dem Öko-Institut, warum gebrauchstaugliche Güter vernichtet werden. Darauf aufbauend leiteten sie Maßnahmen ab, die solche Praktiken reduzieren und eine Wiederverwendung erleichtern sollen. „Wir haben während dieser Untersuchung viel Schweigen und Intransparenz erlebt. Wenn sich Teilnehmende dann geöffnet haben, wurden Dinge berichtet, die aus Nachhaltigkeitssicht nicht akzeptabel sind“, ergänzt Dr. Vanessa Felch. Der Abschlussbericht ist seit Kurzem auf den Seiten des Umweltbundesamts veröffentlicht.

mehr

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de

Weitere News vom Freitag, 24. Juli 2026


Bisherige News aus dem Bereich: Präventionsforschung

22.12.2021