Sonntag, 28. Juni 2026

Deutsches Schulbarometer Lehrkräfte 2026

Verhalten von Schüler:innen ist die größte Belastung für Lehrkräfte

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  • Größte Hürde im Schulalltag: Das Verhalten von Schüler:innen ist für Lehrkräfte laut einer aktuellen repräsentativen Studie (Deutsches Schulbarometer Lehrkräfte 2026) der Robert Bosch Stiftung die mit Abstand größte Belastung im Berufsalltag.
  • Demokratiebildung mit Hindernissen: Rund jede zweite Lehrkraft wünscht sich mehr Einsatz für Demokratiebildung an ihrer Schule. Viele Lehrer:innen sind unsicher, wie sie im Unterricht mit politischen Meinungen umgehen sollen.
  • KI wird zum Alltagswerkzeug: Der regelmäßige Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Lehrerzimmer hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Der Wunsch nach gezielter Unterstützung bleibt weiterhin groß.

Für Lehrkräfte in Deutschland wird es immer schwieriger, eine gute Lernatmosphäre im Klassenzimmer zu schaffen. Der Umgang mit dem Verhalten ihrer Schüler:innen ist für fast jede zweite Lehrkraft (46 Prozent) die größte berufliche Belastung – ein Wert, der in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist (2024: 35 Prozent; 2025: 42 Prozent). Das ist ein Ergebnis des heute veröffentlichten Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung GmbH. Die aktuelle Befragung unter Lehrkräften folgt auf die im März veröffentlichte Ausgabe, in der Schüler:innen zu Wort kamen.

Hinter dem Verhalten der Kinder und Jugendlichen steckt den Ergebnissen zufolge mehr als bloße Disziplinlosigkeit. Viele Schüler:innen haben demnach Mühe, sich in eine Gruppe einzufügen (25 Prozent) oder können sich nur schwer zum Lernen motivieren (13 Prozent). Die Lehrkräfte wissen, so die Studie, dass sie zunehmend auch Fähigkeiten fördern müssen, die über reines Fachwissen hinausgehen. Zu diesen überfachlichen Kompetenzen zählen Einfühlungsvermögen, Selbstorganisation oder kritisches Denken. Die Bereitschaft, hier anzusetzen, ist groß: 82 Prozent der Befragten würden sich gerne in genau diesem Bereich weiterbilden. Allerdings fühlt sich mehr als ein Drittel (36 Prozent) dabei auf sich allein gestellt. 

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22.07.2025