
Kinderreport 2026: Wie steht es um die Kinderrechte in Deutschland?
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Das Deutsche Kinderhilfswerk gibt regelmäßig den Kinderreport Deutschland heraus, der die Umsetzung der UN-Kinderrechte in Deutschland untersucht. Im Jahr 2026 zeigt der Kinderreport: für echte Bildungsgerechtigkeit in Deutschland sind dringend mehr finanzielle Mittel und Teilhabe nötig.
Bildung als Voraussetzungen für Teilhabe, Chancengerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben
Immer wieder wird in Deutschland sichtbar, wie ungleich die Bildungschancen von Kindern verteilt sind. Dabei ist Bildung weit mehr als ein institutionelles Angebot – sie ist eine der zentralen Voraussetzungen für soziale Teilhabe, Chancengerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben. In den Artikeln 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention verpflichten sich Bund und Länder, allen jungen Menschen einen diskriminierungsfreien Zugang zu hochwertiger Bildung zu garantieren und Bildungsorte so zu gestalten, dass sie die Persönlichkeitsentwicklung, die Entfaltung von Fähigkeiten sowie die demokratische Teilhabe fördern. Wie Erwachsene und auch Kinder und Jugendliche den Ist-Zustand der chancengerechten Bildung in Deutschland einschätzen und welche konkreten Veränderungen und Maßnahmen sie für wichtig halten, zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Umfrage für den Kinderreport Deutschland 2026.
Investitionen und Reformen im Bildungssystem
Große Teile der Bevölkerung in Deutschland fordern mehr staatliche Investitionen und umfassende Reformen im Bildungssystem, um insbesondere Kindern, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, bessere Bildungschancen zu ermöglichen.
Einheitliche Bildungsstandards und Bildungsbedingungen
Sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche sprechen sich für einheitliche Bildungsstandards und vergleichbare Bildungsbedingungen in ganz Deutschland aus – unabhängig vom jeweiligen Bundesland. Darüber hinaus sollte Bildung von der Kita bis zur Schule grundsätzlich kostenfrei sein.
Qualifiziertes Personal
Dies sollte mit einem Ausbau qualifizierten Personals an Schulen und Kitas einhergehen, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten.
Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen
Auch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bildungsinstitutionen wie Kitas, Schulen und der Kinder- und Jugendarbeit wird als wichtig erachtet. Ebenso priorisiert wird die Forderung nach einem verpflichtenden und schnellen Zugang geflüchteter Kinder zur Schule.
Demokratiebildung als Schlüssel für mehr Teilhabe
Als wichtige Maßnahmen zur Förderung von Mitbestimmung, Teilhabe und demokratischem Lernen in Kitas und Schulen werden insbesondere eine verbindliche Demokratiebildung an Schulen sowie erweiterte Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler im Schulalltag genannt.
Bessere Bildungschancen für alle Kinder
Darüber hinaus sprechen sich sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche für verbindliche Lern- und Sprachförderangebote, eine flächendeckende Schulsozialarbeit sowie mehr psychosoziale Beratungsangebote aus, um insbesondere die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder zu verbessern. Dies gilt ebenso für Unterstützungsangebote für Familien in belastenden Lebenslagen.
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