
Globaler Militarisierungsindex 2025
Weitere News
zu dem Thema
Das Bonn International Centre for Conflict Studies (bicc) hat im Mai 2026 den Globalen Militarisierungsindex 2025 (GMI) veröffentlicht.
Auf der Webseite des bicc heißt dazu u.a.; „Trotz weltweit steigender Militärausgaben folgen nicht alle Staaten diesem Trend zur Militarisierung. Während einige Länder – insbesondere in Europa – ihre Streitkräfte erheblich ausbauen, stagniert oder sinkt die relative Allokation staatlicher Ressourcen für den Militärsektor in anderen Ländern sogar – gemessen an zivilen Indikatoren wie Wirtschaftsleistung, Bevölkerungsgröße oder Gesundheitsausgaben. Der Globale Militarisierungsindex (GMI) 2025 bestätigt somit die ungleiche Natur der globalen Rüstungsdynamik.
Auf regionaler Ebene bleiben Europa, der Nahe Osten und Nordafrika (MENA) die am stärksten militarisierten Regionen der Welt. Südamerika und Subsahara-Afrika zählen hingegen weiterhin zu den am wenigsten militarisierten Regionen – selbst dort, wo es häufig zu gewaltsamen Konflikten und staatlicher Instabilität kommt. Der Globale Militarisierungsplan 2025 unterstreicht erneut, dass bewaffnete Konflikte nicht zwangsläufig mit hoher Militarisierung einhergehen. Eine geringe Militarisierung ist nicht immer das Ergebnis bewusster Abrüstung; sie spiegelt häufig eine schwache staatliche Kapazität wider, die nicht mehr in der Lage ist, gesellschaftliche Konflikte wirksam einzudämmen.“
www.praeventionstag.de
