
Anfeindungen und strukturelle Belastungen von Journalist:innen in Deutschland
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Journalist:innen sehen sich in ihrer täglichen Arbeit in Deutschland mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Sie gehören zu einer der Berufsgruppen, die in den vergangenen Jahren einem erhöhten Maß an Gewalt und Anfeindungen im Rahmen ihrer Arbeit ausgesetzt waren. Zugleich sind sie in einem beruflichen Umfeld tätig, das sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet. Dahinter entfaltet sich ein Arbeitsalltag, in dem sich ökonomische Zwänge, technologische Umbrüche und politische Konfliktlagen verdichten und Journalist:innen in ihrem Arbeitsalltag direkt betreffen.
Eine gemeinsame Studie des European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) und des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld hat diese Entwicklungen zum Anlass genommen, Journalist:innen in Deutschland (N = 383) zu drei zentralen Themen zu befragen: 1) Formen, Intensität und Kontexte von Anfeindungen und Angriffen; 2) individuelle und redaktionelle Folgen dieser Erfahrungen für Wohlbefinden, professionelle Praxis und publizistische Arbeit; 3) Wahrnehmungen struktureller Arbeitsbedingungen im Journalismus sowie deren mögliche Auswirkungen. Die Ergebnisse zeigen zwei zentrale Befundlinien auf.
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