
Glücksspiel-Survey 2025
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Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und die Universität Bremen (Arbeitseinheit Glücksspielforschung) haben die wichtigsten Ergebnisse des GlücksspielSurvey 2025 veröffentlicht. Gefördert wurde diese Studie vom Deutschen Lotto- und Totoblock. „Der Glücksspiel-Survey 2025 soll dazu beigetragen, das Wissen über die Art und Intensität der Teilnahme am Glücksspiel und die damit in Zusammenhang stehenden Probleme weiter zu vertiefen. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung können Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden“, so der Projektleiter Dr. Jens Kalke vom ISD.
Die Grundgesamtheit der vorliegenden Studie ist die deutschsprachige Bevölkerung im Alter zwischen 16 und 70 Jahren. Die Datenerhebung erfolgte in Form eines Mixed-Mode-Designs, welches sowohl telefonische als auch onlinegestützte Befragungen beinhaltete. Zwischen dem 04. August 2025 und dem 26. November 2025 sind insgesamt 12.340 Interviews durchgeführt worden. Nach den Ergebnissen des Glücksspiel-Survey 2025 haben innerhalb eines Jahres insgesamt 36,4% der befragten Personen an mindestens einem Glücksspiel um Geld teilgenommen. Am beliebtesten ist das klassische LOTTO 6aus49. Beinahe jede fünfte Person hat während der zurückliegenden 12 Monate vor der Befragung zumindest einmal einen Spielschein dieser Lotterie erworben (18,3%). Es folgen der Eurojackpot mit einem Anteil von 13,8% und die Rubbellose mit 8,4%. Insgesamt haben 7,5% an riskanten Glücksspielformen teilgenommen – hierzu zählen das Automatenspiel, die Kasinospiele, die Sportwetten und KENO.
Bei 2,2% der Befragten im Alter von 18-70 Jahren ist anhand der Kriterien des DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen) eine „Störung durch Glücksspielen“ erkennbar. Es hat seit dem Jahr 2021 nur wenige Veränderungen bei den einzelnen Glücksspielformen und den Glücksspielproblemen gegeben. Resümierend kann deshalb von einem überwiegend stabilen Glücksspielverhalten der Bevölkerung gesprochen werden. Die Ergebnisse des Glücksspiel-Survey 2025 verweisen zudem erneut darauf, dass das Risiko, glücksspielbedingte Probleme zu entwickeln, sich hinsichtlich der Glücksspielformen unterscheidet. Bei der Gestaltung und Etablierung von Jugend- und Spielerschutzmaßnahmen sollte dies dahingehend Berücksichtigung finden, dass Präventionskonzepte für Glücksspiele mit einem erhöhten Gefährdungspotential, wie Automatenspiele, Live-Sportwetten und Poker, eher restriktiv gestaltet werden. mehr
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