08.03.2026

Warum junge Menschen seltener wählen – und was dagegen hilft

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, was Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft tun können, um die Wahlbeteiligung junger Menschen zu steigern. Die Analyse identifiziert vier Hürden für junge Menschen, die deren Gang ins Wahllokal erschweren und macht Vorschläge, wie man dies ändern kann. Denn die Teilhabe junger Menschen an Politik ist zentral für die langfristige Legitimität demokratischer Entscheidungen.

Wie die Wahlbeteiligung junger Menschen weiter gesteigert werden kann
Die Studie enthält vier Maßnahmenpakete mit Zuständigkeiten, die dazu beitragen können, die Hürden zur Wahlteilnahme abzubauen:

1. Niedrigschwelliger Zugang: Durch Wahl-Erinnerungs-SMS seitens der Wahlämter. Dies führt beispielsweise in Schweden nachweislich zu einer höheren Wahlbeteiligung – vor allem bei jungen Menschen.

2. Steigerung der Kompetenzen zum Thema Wahlen: Durch gestärkte politische Bildung in den Schulen, indem die Zahl der Schulstunden mit Politikunterricht zwischen Schulformen und Bundesländern angeglichen wird. Denn gerade junge Menschen, die nicht oder noch nicht regelmäßig wählen, weisen ein vergleichsweise geringes Wissen über das Wahlrecht auf.

3. Förderung der Wahl-Motivation: Durch flächendeckende und durch Unterricht begleitete Wahlsimulationen, wie die an vielen Schulen bereits durchgeführten „Unter18-Wahl“, sowie eine substanzielle Absenkung des Wahlalters. Denn frühere Studien der Bertelsmann Stiftung zeigen, dass eine frühere Wahlteilnahme zu einer stabileren Wahlbeteiligung über den Lebenslauf führt.

4. Resonanz erhöhen: Durch Dialogformate, jugendgerechte Regierungskommunikation über Social-Media-Kanäle, oder einen „Zukunftsrat junger Menschen“, der den Deutschen Bundestag in der Gesetzgebung berät.

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22.07.2025