
Polarisierung, Desinformation, Angriffe: Die Lage der Pressefreiheit in Deutschland
Weitere News
zu dem Thema
Die Delegitimierung journalistischer Arbeit wird von vielen Reporter*innen als große Bedrohung für den Journalismus in Deutschland wahrgenommen, wie die jetzt veröffentlichte Nahaufnahme 2026: RSF-Report zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland zeigt. Sie wird befeuert durch politische Akteure, digitale Hetze und neue publizistische Milieus, die mit Zuspitzung und Desinformation immer mehr Reichweite erzielen. „Journalismus, Politik und Zivilgesellschaft dürfen angesichts der vielfältigen, unter anderem technologischen, Herausforderungen nicht vor denen einknicken, die den Informationssektor zugunsten von Machtanspruch und wirtschaftlichen Interessen aushöhlen wollen. Wir dürfen uns nicht noch weiter gegeneinander aufhetzen lassen”, sagt Katharina Viktoria Weiß, Deutschland-Referentin bei Reporter ohne Grenzen (RSF) und Co-Autorin der Nahaufnahme.
Recherchen in extremistischen Milieus als Sicherheitsrisiko
Seit Jahren führen die zunehmende Polarisierung und ein rauer werdendes gesellschaftliches Klima auch zu Sicherheitsrisiken: Reporter ohne Grenzen (RSF) hat insgesamt 55 Angriffe auf Medienschaffende und Redaktionen dokumentiert und verifiziert. Im Vorjahr lag die Zahl bei 89. Vereinzelt wurden unter anderem Angriffe durch Sicherheitskräfte oder der linksextremen Szene gemeldet. Ganz besonders gefährlich war die Berichterstattung jedoch erneut auf Demonstrationen sowie bei Recherchen und Filmaufnahmen in rechtsextremen Milieus. mehr
www.praeventionstag.de
