12.01.2026

Das Bündnis KipsFam für Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien

Das Bündnis KipsFam vereint Institutionen, Verbände und Akteur*innen aus Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitssystem, Eingliederungshilfe, Suchthilfe, Frühe Hilfen, Wissenschaft und Selbsthilfe bzw. Selbst- und Interessensvertretung. Alle Mitglieder verbindet ein Ziel: Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien nachhaltig stärken und die Versorgungssituation zu verbessern – mit professioneller Unterstützung, politischer Durchsetzungskraft und gelebter Verantwortung.

Appell "Hinsehen - schützen - stärken" für Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien
Insgesamt haben 650 Verbände, Organisationen und Einzelpersonen diesen Aufruf unterzeichnet. Ein starker und breiter gesellschaftlicher Zuspruch, der den dringenden Handlungsbedarf unterstreicht. Der Appell ist an Abgeordnete der Ausschüsse Gesundheit, Bildung und Familie sowie Arbeit und Soziales gegangen. Die Kinderbeauftragte im BMBFSFJ, Parlamentarische Staatssekretärin Mareike Wulf, wurde wegen eines offiziellen Übergabetermins angefragt. Etwa vier Millionen Kinder und Jugendliche leben (zeitweilig) mit einem psychisch oder suchtkranken Elternteil. Das ist eine schwere Belastung. Es gibt über alle politischen Fraktionen hinweg Einigkeit, dass Handlungsbedarf besteht, diese Kinder zu unterstützen. Die betroffenen Familien leiden darunter, dass die Sozialversicherung (Krankenversicherung und Rentenversicherung als Reha-Träger) nur den erkrankten Menschen in den Blick nimmt und nicht systemisch auf die gesamte Familie schauen kann. Die Teilhabeleistungen für qualifizierte und nicht qualifizierte Elternassistenz, die die Betreuung und Versorgung von Kindern sicherstellen soll, greifen erst, wenn eine chronische Erkrankung oder Behinderung bei einem Elternteil vorliegt. Die Kinder- und Jugendhilfe wird oft erst hinzugezogen, wenn eine Kindeswohlgefährdung nicht mehr zu übersehen ist. Es ist für ihr gesundes Aufwachsen zentral, belastete Kinder in ihrem Unterstützungsbedarf frühzeitig zu erkennen, Zugänge aus Kita, Schule, Gesundheitswesen, psychosozialer Versorgung und Suchthilfe zu nutzen und gezielt präventive Angebote zu machen. Das betont auch der Antrag „Prävention stärken – Kinder mit psychisch und suchterkrankten Eltern unterstützen“ (BT-Drs 20/12089), den der Deutsche Bundestag am 31. Januar 2025 einstimmig verabschiedet hat.

 

 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de

Bisherige News aus dem Bereich: Aktuelles und Veranstaltungen

22.07.2025