03.01.2026

Bundeslagebild 2024 "Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte"

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Die registrierten Gewalttaten gegen Polizistinnen und Polizisten bleiben mit 46.367 Fällen im Jahr 2024 weiterhin auf einem sehr hohen Stand. Seit 2015 haben Gewalttaten gegen Vollzugsbeamte um 38,5 Prozent zugenommen, die Zahl der von Gewalttaten betroffenen Polizistinnen und Polizisten ist noch stärker um 67,2 Prozent gestiegen. Mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gegenüber 2023 haben die Gewalttaten im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Insgesamt wurden 106.875 Polizistinnen und Polizisten Opfer einer gegen sie gerichteten Gewalttat. Dies sind 1.167 betroffene Beamtinnen und Beamte mehr als im Jahr zuvor, was einem Anstieg um 1,1 Prozent entspricht. Bei Gewalttaten gegen sonstige Rettungskräfte – dies sind insbesondere Beschäftigte von Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk (THW) – wurden die höchsten Opferzahlen seit 2018 festgehalten (2.916 Opfer). Dies geht aus dem heute vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Bundeslagebild „Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte 2024“ hervor.

87,0 Prozent der Polizeikräfte, die Opfer von Gewalttaten wurden, waren von Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen betroffen. Der Bundesministerium des Innern Alt-Moabit 140 10557 Berlin Tel. +49 30 18 681- 22222 presse@bmi.bund.de www.bmi.bund.de Verantwortlich: Sarah Frühauf Bundeskriminalamt Marie-Curie-Straße 1 65189 Wiesbaden Tel. +49 611 55-13083 pressestelle@bka.bund.de www.bka.de Verantwortlich: Nina Lehmann Seite 2 von 2 größte prozentuale Anstieg innerhalb der Gewalttaten gegen Polizeikräfte ist bei Bedrohung (+2,1 Prozent) festzustellen (2024: 3.933 Fälle; 2023: 3.851 Fälle). In Großstädten ist die Gewalt gegen PVB deutlich erhöht. Obwohl in Städten mit 500.000 und mehr Einwohnerinnen und Einwohnern lediglich 17,5 Prozent der bundesweiten Bevölkerung leben, wurden dort 31,1 Prozent (2023: 30,2 Prozent) aller 2024 in Deutschland erfassten Gewalttaten mit Opfern PVB begangen. Im Vergleich zum Vorjahr stagnieren die Fallzahlen der gefährlichen und schweren Körperverletzung (-0,2 Prozent; 2024: 1.258 Fälle; 2023: 1260 Fälle). Die Fallzahlen der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung sind um 4,2 Prozent auf 922 Fälle zurückgegangen (2023: 962 Fälle).

Die Anzahl der Tötungsdelikte ging auf 34 zurück (2023: 40), wobei 33 Fälle im Versuchsstadium blieben. Bei dem einen vollendeten Delikt handelt es sich um den Mord an dem Polizeibeamten R. Laur in Mannheim. Die Zahl der Tatverdächtigen bei Gewalttaten mit Opfererfassung PVB ist um 1,1 Prozent zurückgegangen, sodass im Jahr 2024 38.212 Tatverdächtige erfasst wurden (2023: 38.630). Die Tatverdächtigen waren meistens männlich (83,1 %) und über 25 Jahre alt (75,0 %). Sie waren in der Regel allein handelnd (95,9 %), oft polizeilich bekannt (75,8 %) und fast jeder Zweite stand unter Alkoholeinfluss (48,6 %). Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg von 33,6 Prozent auf 34,9 Prozent an. Ein Messerangriff lag in 401 Fällen der versuchten und vollendeten Gewalttaten mit Opfererfassung PVB vor. Der Anteil an Gewalttaten gegen PVB mit dem Tatmittel Messer betrug 0,9 Prozent. Das Bundeslagebild enthält zudem Daten zu Rettungsdienst- und Feuerwehrkräften, die im Einsatz von Gewalttaten betroffen waren. Mit 683 Fällen (-0,6 %) und 1.012 Opfern (-5,3 %) bei der Feuerwehr sowie 2.042 Fällen (-0,4 %) bei sonstigen Rettungskräften blieben die Zahlen nahezu konstant. Mit 2.916 Opfern (+0,5 %) wurde 2024 bezogen auf den Zeitraum seit 2018 der höchste Wert bei den sonstigen Rettungskräften erfasst.

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