27.12.2025

„Gesund­heit in Deutsch­land“ ─ Studienreihe des Robert-Koch-Institutes

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Im Jahr 2024 schätzen 64,2 % der Erwachsenen ihre allgemeine Gesundheit als sehr gut oder gut ein, bei alters­standardisierter Betrachtung ging dieser Anteil um mehr als drei Prozent­punkte seit 2023 zurück. Zudem wiesen 21,9 % der Erwachsenen in Deutschland eine depressive Symptomatik auf. 53,7 % der Erwachsenen gaben eine chronische Krankheit oder ein lang andauerndes Gesund­heits­problem an, in der niedrigeren Bildungs­gruppe war der Anteil sogar höher.

Das ist ein Ausschnitt aus den umfassenden Daten, die das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals aus dem neuen RKI-Panel „Gesundheit in Deutschland“ veröffentlicht hat. Aktuell sind über 40.000 Personen ab 16 Jahren registriert, die wiederholt befragt werden. „Mit dem Panel ist es möglich, schnell und regelmäßig umfassende Daten zur gesundheit­lichen Lage der Bevölkerung zu erheben. Auch in einer Krise ist damit jetzt die Infra­struktur vorhanden, um sehr schnell Antworten auf neue gesund­heit­liche Frage­stellungen geben zu können“, erläutert Prof. Dr. Lars Schaade, Präsident des Robert Koch-Instituts. „Das Panel ist das Herzstück des Gesund­heits­monitorings am RKI und ein wichtiges Instrument, um der Gesundheits­politik Daten für Taten zu liefern und die Gesund­heit der Menschen zu verbessern; ich danke allen, die im Panel mitwirken, für ihren wichtigen Beitrag“, unterstreicht Schaade. Die Daten sind bis auf Bundes­land­ebene verfügbar.

Ausgewählte Panel-Ergebnisse wurden auf einer Tagung am 5.12.2025 in Berlin berichtet und auf Fakten­blättern dargestellt: Selbst eingeschätzte Gesundheit, Körperliche Ein­schränkungen, Ein­schränkungen bei Alltags­aktivitäten, Chronisches Kranksein, Nicht-tödliche Unfall­verletzungen, Psychisches Wohl­befinden, Depressive Symptomatik, Angst-Symptomatik, Gesund­heitliche Ungleich­heit, Selbst eingeschätzte Versorgungs­qualität chronischer Krank­heiten, Allgemeine Gesund­heits­kompetenz, Ernährungs­bezogene Gesund­heits­kompetenz, Diabetes mellitus sowie Gesund­heitliche Belastungen durch den Klima­wandel. Die Daten sind auch im Webportal der Gesund­heits­bericht­erstattung abrufbar. Dort hatten RKI-Forschende im Juli mit Panel-Daten erste Indikatoren aktualisieren können (siehe Meldung vom 2.7.2025).

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