
DPT-Schwerpunktthema: "KI in der Prävention" (23)
Weitere News
zu dem Thema
Das Schwerpunktthema des 31. Deutschen Präventionstages am 13. und 14. April 2026 in Hannover lautet „KI in der Prävention“. Die Täglichen Präventions-News veröffentlichen seit Juli 2025 ergänzende Hintergrundinformationen zu diesem Themenkomplex.
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Studie zu systemischen Umweltrisiken von KI
Künstliche Intelligenz (KI) wird häufig als Schlüsseltechnologie zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie dem Klimawandel bezeichnet. Gleichzeitig wächst ihr ökologischer Fußabdruck rasant. Eine neue vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Studie der Gesellschaft für Informatik (GI) zeigt: Neben direktem Energie- und Ressourcenverbrauch entstehen durch KI auch systemische Umweltrisiken, die weitreichende sozioökologische Folgen haben können. Die Studie definiert systemische Umweltrisiken von KI als weitreichende, sektorübergreifende Schäden an Klima, Biodiversität, Süßwasser und anderen Erdsystemprozessen, die aus systemischen Wechselwirkungen resultieren und entstehen, wenn KI in soziale, ökonomische und physische Infrastrukturen eingebettet wird. Aufgrund ihrer Komplexität sind diese Risiken nur schwer quantifizierbar. mehr -
Fairness in KI: Studie zeigt zentrale Rolle menschlicher Entscheidungen
Neben praktischer Hilfe sollen Empfehlungen auf Basis von KI vor allem auch fair sein. Eine neue Untersuchung von Forschenden der TU Graz, der Uni Graz und des Know Centers zeigt, wie das gelingen kann. KI-gestützte Empfehlungssysteme sollen Nutzer*innen möglichst gute Vorschläge für ihre Anfragen liefern. Oft müssen diese Systeme verschiedenen Zielgruppen bedienen und zudem weitere Stakeholder berücksichtigen, die die maschinelle Antwort ebenfalls beeinflussen: z.B. Dienstleister*innen, Gemeinden oder Tourismusverbände. Wie lässt sich hier also eine faire und transparente Empfehlung erreichen? Das haben Forschende von TU Graz, Universität Graz und Know Center anhand einer Radtour-App des Grazer Startups Cyclebee untersucht. Dabei haben sie erforscht, wie die Verschiedenheit menschlicher Bedürfnisse von KI berücksichtigt werden kann. Gefördert hat die mit einem „Mind the Gap“-Forschungspreis für Gender und Diversität der TU Graz ausgezeichnete Untersuchung der Zukunftsfonds Steiermark. mehr
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Future of Search Report 2025: Paradigmenwechsel in der Informationsökonomie
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat seinen ersten Future of Search Report veröffentlicht. Darin untersucht der Verband die Auswirkungen KI-basierter Suche auf Nutzerverhalten, Geschäftsmodelle und digitale Wertschöpfung. Die Ergebnisse zeigen: Durch KI-gestützte Anwendungen wandelt sich das Online-Suchverhalten. Menschen lassen sich Inhalte immer häufiger von Systemen kuratieren und einordnen – statt sie ausschließlich über klassische Suchabfragen zu finden. Unternehmen in der Digitalen Wirtschaft erkennen darin neue Vorteile für ihr Geschäftsmodell und passen ihre Investitionen an. Gleichzeitig sprechen sie sich für klare Rahmenbedingungen aus, die Orientierung schaffen, Innovation fördern und eine Grundlage für zukunftsfähige Geschäftsmodelle bieten. mehr
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Cyberkrieg neu vermessen: Warum Prävention jetzt zählt
Cyberwarfare ist zur realen Bedrohung für Unternehmen und kritische Infrastrukturen geworden. Eine neue Studie zeigt: Über 87 Prozent der IT-Entscheider sind über staatlich gesteuerte Cyberangriffe besorgt – allen voran aus China. In einer Ära KI-gestützter Angriffe brauchen Unternehmen mehr als nur reaktive Sicherheit. Die Studie „Warfare Without Borders“ von Armis zeichnet ein klares Bedrohungsbild: Cyberwarfare ist längst nicht mehr abstrakt, sondern konkreter Bestandteil geopolitischer Machtspiele. Russland, China und Nordkorea gelten weltweit als die drei dominierenden staatlich unterstützten Angreifer – wobei 73 Prozent der IT-Verantwortlichen China als das größte Risiko einschätzen. APT-Gruppen wie Volt Typhoon und Salt Typhoon agieren gezielt gegen kritische Infrastrukturen. Ihr Arsenal umfasst umfangreiche Netzwerkerkundung, das Ausnutzen öffentlich zugänglicher Schwachstellen und den Einsatz von „Living-Off-The-Land“-Techniken, um im System zu bleiben, ohne entdeckt zu werden. Diese verdeckten Methoden sind schwer zu erkennen – besonders in hybriden Umgebungen mit IT, OT und IoT-Komponenten. Quelle: IT-Sicherheit
www.praeventionstag.de
