
Jeder zweite Bundesbürger informiert sich im Netz über Depression – Social Media als Chance und Risiko
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Jede zweite Person in Deutschland hat im Internet bereits zu Depression recherchiert. Bei den tatsächlich Erkrankten sind es sogar 78%. Je 17% der Betroffenen informieren sich über KI und soziale Medien. Damit verbunden sind Chancen, aber auch Risiken für Menschen mit Depression: Beispielsweise wurde jeder sechste Betroffene durch Social Media motiviert, Hilfe zu suchen. Andererseits fällt es zwei Drittel der Betroffenen schwer, Wahrheitsgehalt und mögliche kommerzielle Interessen von digitalen Angeboten zu beurteilen.
Das zeigt das am 25.11.2025 veröffentlichte 9. Deutschland-Barometer Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention. Die Befragung untersucht jährlich Einstellungen und Erfahrungen zu Depression in der erwachsenen Bevölkerung. Befragt wurde im September 2025 ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt aus 5.196 Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Zusätzlich wurden 103 Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren befragt. Die Studie wird gefördert von der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH. Jeder zweite Mensch in Deutschland hat online schon einmal nach Informationen über Depression gesucht. Bei den Menschen, die selbst von Depression betroffen sind, sind es sogar 78%. Am häufigsten werden von ihnen Suchmaschinen genutzt (64%), gefolgt von Webseiten von Krankenkassen (28%) und Kliniken oder Ärzten (25%). KI-Programme und Social Media nutzen je 17% der Betroffenen. Bei Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren sind Suchmaschinen ebenfalls führend (49%), doch Social Media (20%) und KI (19%) werden hier sogar häufiger genutzt als klassische medizinische Webseiten.
Informationen und Hilfe bei Depression für Betroffene und Angehörige unter:
• Wissen und Adressen rund um das Thema Depression auf www.deutschedepressionshilfe.de
• Deutschlandweites Info-Telefon Depression: 0800 33 44 5 33
• E-Mail-Beratung für Betroffene und Angehörige: bravetogether@deutschedepressionshilfe.de
• Online-Forum: Erfahrungsaustausch für Betroffene und Angehörige unter www.diskussionsforum-depression.de
• Beratung und Selbsthilfegruppen speziell für Angehörige www.bapk.de
• Tipps und Übungen für Angehörige: www.familiencoach-depression.de
www.praeventionstag.de
