
Tägliche Präventions-News Nr.195 zum Themenkomplex Prävention in/nach Zeiten der Corona-Pandemie
Weitere News
zu dem Thema
Die COVID-19-Pandemie hat seit 2020 einen schrecklichen Tribut an Leben, Krankheit und wirtschaftlicher Verwüstung gefordert und hat vielfältige Auswirkungen auf Gewalt, Kriminalität und Prävention. Deshalb veröffentlichte die Tägliche Präventions-News wöchentlich aktuelle Informationen unter dem Label "Prävention in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie". Seit Mai 2023 wird diese Rubrik zwar grundsätzlich fortgesetzt – insbesondere mit Hinweisen auf aktuelle Forschungsergebnisse – jedoch nicht mehr im wöchentlichen Rhythmus, sondern in unregelmäßigen Abständen.
- Corona-Pandemie traf Geflüchtete besonders hart
Psychische Erkrankungen, Verletzungen und andere Erkrankungen nahmen in Flüchtlingsunterkünften während der Covid-19-Pandemie deutlich zu. Forschende der Universität Bielefeld und des Universitätsklinikums Heidelberg zeigen erstmals auf breiter Datenbasis, wie stark die Pandemie Geflüchtete in Deutschland belastet hat – und welche Lehren sich daraus für kommende Krisen ziehen lassen. mehr -
Pandemie wirkt nach: Fitness von Kindern und Jugendlichen bleibt eingeschränkt
Die COVID-19-Pandemie hat zu einem deutlichen Rückgang der körperlichen Fitness bei Kindern und Jugendlichen in Europa geführt, insbesondere bei der Ausdauer, etwa beim Laufen über längere Strecken, und bei der Schnelligkeit, zum Beispiel beim Sprint. Vor allem die Ausdauer-Werte haben sich bis heute nicht vollständig erholt. Das zeigt eine am BiB durchgeführte Meta-Analyse, die Daten aus 32 Studien mit mehr als 270.000 Teilnehmenden aus 17 europäischen Ländern auswertete. mehr - „Fast nicht durchzusetzen“ Regelabweichungen während der COVID-19-Pandemie (von Rita Haverkamp)
Die Bewältigung der COVID-19 Pandemie stellte nicht nur für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), sondern für die gesamte Verwaltung auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene einen andauernden Stresstest dar. Der nicht vorsehbare Verlauf der Pandemie zog Gesetzes- und damit Maßnahmenänderungen im wöchentlichen Rhythmus nach sich. Die oft schwierige Umsetzbarkeit bedeutete ein Dilemma für die entscheidenden und handelnden Akteure: Wie konnten sie praxisuntaugliche Gesetze und Maßnahmen anwenden? Und waren Regelabweichungen gewissermaßen unausweichlich? Solche für die Organisation während der Pandemie vorgenommenen Regelabweichungen von BOS und Verwaltungen sind Gegenstand des zweiten Beitrages der dreiteiligen Reihe über Erkenntnisse aus dem BMFTR-Verbundprojekt „Legitimation des Notfalls – Wandel der Legitimation des Notfalls (LegiNot)“. mehr -
Anerkennung von Corona als Berufskrankheit
(hib/CHE) Seit Beginn der Corona-Pandemie bis Ende des Jahres 2024 sind von insgesamt rund 628.500 den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern gemeldeten COVID-19-Erkrankungen rund 396.000 Fälle als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall anerkannt worden. Das entspreche einer Anerkennungsquote von 63 Prozent, wie die Bundesregierung in einer Antwort (21/3714) auf eine Kleine Anfrage (21/3407) der Fraktion Die Linke ausführt. Die Regierung betont außerdem, dass die gesetzliche Unfallversicherung, anders als die Kranken- und die Rentenversicherung, ein kausales Entschädigungssystem sei. „Von der beruflichen Verursachung als Voraussetzung für die Anerkennung einer Berufskrankheit oder eines Arbeitsunfalles kann daher nicht abgesehen werden“, schreibt sie.
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