10.12.2025

Kindergesundheitsbericht 2025

Die Stiftung Kindergesundheit fordert bessere Gesundheitsversorgung und mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

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Die Stiftung Kindergesundheit unterstreicht in ihrem Kindergesundheitsbericht 2025: Obwohl die UN-Kinderrechtskonvention klar festlegt, junge Menschen in allen sie betreffenden Angelegenheiten zu hören und zu beteiligen, wird dieses Recht im medizinischen Versorgungsalltag noch viel zu wenig umgesetzt.

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) appelliert die Stiftung Kindergesundheit, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Gesundheitssystem noch besser umzusetzen. Aktuelle Ergebnisse einer von der Stiftung Kindergesundheit in Auftrag gegebenen forsa-Umfrage zeigen, dass 30 % der Kinder und Jugendlichen nur wenig oder eher wenig beim Arztbesuch mitentscheiden können. Davon wünschen sich jedoch 55 % mehr Mitspracherecht. Prof. Dr. Berthold Koletzko, Kinder- und Jugendarzt sowie Vorstand der Stiftung Kindergesundheit betont: „Eine echte Beteiligung von Kindern ist nicht optional – sie ist Grundvoraussetzung für eine faire, chancengerechte und effektive Gesundheitsversorgung“.

Der Kindergesundheitsbericht 2025 zeigt umfassend, wie angespannt die Versorgungsrealität für Kinder und Jugendliche vielerorts ist: zu wenig Fachpersonal bei fehlgesteuerten Ausbildungsangeboten, zunehmende Engpässe in der stationären sowie ambulanten Betreuung mit finanzieller Benachteiligung der pädiatrischen Versorgung, durch politische Maßnahmen entstehende Versorgungslücken bei Medikamenten und Medizinprodukten, und ungleiche Gesundheits- und Teilhabechancen. Hinzu kommen strukturelle Hürden, die eine konsequente kindgerechte Versorgung erschweren, sowie ein Finanzierungssystem, das die besonderen Bedarfe junger Patientinnen und Patienten nicht ausreichend berücksichtigt. „Kinder und Jugendliche müssen in politischen Entscheidungs- und Gesetzgebungsprozessen, wie etwa der Krankenhausreform, den Stellenwert erhalten, der ihrer Bedeutung in unserer Gesellschaft entspricht“, fasst PD Dr. Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ), zusammen.

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