25.08.2025

BKA bekämpft als Teil der Operational Taskforce GRIMM das Phänomen “Violence-as-a-Service”

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„Bei „Violence-as-a Service“ handelt es sich um ein Phänomen, bei dem kriminelle Netzwerke die Vorbereitung und Durchführung von Gewalthandlungen gegen Bezahlung an Dritte auslagern. Häufig werben sie Minderjährige oder junge Täter an, die dann Drohungen, Angriffe oder Tötungen gegen Bezahlung ausführen. Die Anwerbung erfolgt oft über Online-Plattformen oder Messenger-Dienste. Um mögliche Drahtzieher zu identifizieren und Minderjährige zu schützen, arbeiten neben BKA und Europol weitere Partnerdienststellen aus acht europäischen Staaten seit April 2025 in der Operational Task Force GRIMM (OTF GRIMM) zusammen.

Das Rekrutierungssystem
Die potenziellen Täter werden über ein vierstufiges Rekrutierungssystem angeworben:

  1. Anstifter (Instigator):
    Die Person, die die Tat in Auftrag gibt und finanziert – meist im Ausland ansässig.
  2. Rekrutierer (Recruiter):
    Die Person, die potenzielle Täter rekrutiert – in der Regel über verschlüsselte Messenger-Apps oder Spiele-/Chat-Plattformen.
  3. Vermittler (Enabler):
    Die organisierende Person, die die Voraussetzungen für die Tat schafft: Logistik, Werkzeuge, Kontakte und finanzielle Absprachen.
  4. Ausführender (Perpetrator):
    Die Person, die die Tat begeht – meist ein unerfahrener Minderjähriger ohne Verbindung zu einer kriminellen Gruppe oder den Anwerbern. Die Minderjährigen oder jungen Erwachsenen haben meist keine Vorstrafe.“

Quelle: BKA

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de

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